Dienstag, 17 September 2019
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DR Kongo: WHO ruft Gesundheitsnotstand aus

Kongo WHO Notstand18. Juli 2019 – Am Mittwoch wurde der erneute Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo offiziell zum Gesundheitsnotstand erklärt. Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte alle Länder auf, die Lage zur Kenntnis zu nehmen und ihre Bemühungen zu verdoppeln.

Angesichts des bevorstehenden ersten Jahrestages des Ebola-Ausbruchs im Osten des Landes erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, es sei an der Zeit, "solidarisch mit der Demokratischen Republik Kongo zusammenzuarbeiten, um diesen Ausbruch einzudämmen und ein besseres Gesundheitssystem aufzubauen".

In den Provinzen Ituri und Nord-Kivu, in denen mehrere bewaffnete Gruppen und mangelndes lokales Vertrauen die Bekämpfung des Ausbruchs behinderten, gab es bislang mehr als 2.500 Infektionsfälle und 1.670 Todesfälle.

„Unter den schwierigsten Umständen wurde fast ein Jahr lang außergewöhnliche Arbeit geleistet“, sagte Tedros in Genf nach der vierten Sitzung des Notfallausschusses für internationale Gesundheitsvorschriften, der den Ausbruch bewertet. "Wir alle sind es diesen Einsatzkräften - nicht nur von der WHO, sondern auch von Regierungen, Partnern und Gemeinden - schuldig, mehr von der Last zu tragen", fügte er hinzu.

Inklusion, Befähigung und Gleichberechtigung „müssen im Mittelpunkt unserer Bemühungen“ für nachhaltige Entwicklung stehen, sagt Guterres

GuterresSpeechHLPF17. Juli 2019 – Laut UN-Generalsekretär António Guterres fordern Menschen weltweit einen „transformativen Wandel, der fair und nachhaltig gestaltet ist". In seiner Rede zur Eröffnung des Ministertreffens im Rahmen des diesjährigen hochrangigen politischen Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) rief er am Dienstag alle Regierungschefs dazu auf, "ein Jahrzehnt der Umsetzung und des Handelns für Menschen und den Planeten anzustoßen".

"Es ist bewiesen, dass Entwicklung nicht nachhaltig ist, wenn sie nicht auch fair und inklusiv ist, und dass wachsende Ungleichheiten langfristiges Wachstum verhindern", so Guterres. Er fügte hinzu, dass "es zunehmende Belege" für die "transformativen Auswirkungen von Gleichstellung und Inklusion" insbesondere von Frauen gibt, in Form eines höheren Bruttoinlandsprodukts, mehr Stabilität sowie einer verbesserten Leistung des Privatsektors und institutioneller Wirksamkeit, betonte er.

Das drei-tägige Ministertreffen endet morgen am letzten Tag des vom Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) einberufenen HLPF 2019 – der UN-Platform, welche die Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und allgemeinen Fortschritt hin zur Erreichung der 17 Ziele dokumentiert und diskutiert.

Gespräche werden während des SDG Summit zur 74. Generalversammlung am UN-Haupsitz in New York vom 24. – 25. September 2019 weitergeführt.

Immer mehr hungrige Menschen, Millionen Kinder brauchen Impfstoffe, Kinder in Mali brauchen mehr Schutz

Hunger Impfungen16. Juli 2019 – Null Hunger zu erreichen ist eine „immense Herausforderung“, da die Zahl der Hungernden steigt. 20 Millionen Kindern fehlen potenziell lebensrettende Impfstoffe. Die Ermordung von Gesundheitspersonal in der Demokratischen Republik Kongo zeigt, dass eine stärkere Reaktion auf Ebola erforderlich ist; Ein UN-Experte fordert ein Ende der Missachtungen der Rechte für Kinder in Mali; und eine bessere Ausbildung ist erforderlich, um die weltweite Jugendarbeitslosigkeit zu senken.

Immer mehr Menschen hungern auf der ganzen Welt, teilte ein neuer UN-Bericht am Montag mit, der den Stand der Ernährungssicherheit und der Ernährung in der Welt im Jahr 2019 darlegt. Dies bedeutet, dass das Erreichen des Null-Hunger-Vorgabe der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 eine „immense Herausforderung“ wird.

Laut einer gemeinsamen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) fehlen 20 Millionen Kindern lebensrettende Impfstoffe. Die meisten nicht geimpften Kinder stammen aus den ärmsten Ländern der Welt, und eine unverhältnismäßig hohe Anzahl lebt in fragilen oder konfliktträchtigen Gebieten von betroffenen Staaten.

Tödliche Angriffe auf UN-Gesundheitspersonal in von Ebola betroffenen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo zeigen – darunter einer am Wochenende, bei dem zwei Mitarbeiter starben – dass die Bekämpfung des Krankheitsausbruchs eine weitaus stärkere internationale Unterstützung erfordert. Die Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung für die Ebola-Antwort wurde damit unterstrichen.

Die Bedeutung der Bildung wurde von der hochrangigen UN-Beamtin Virginia Gamba hervorgehoben, indem sie ein strengeres Kinderschutzgesetz forderte, das Bestimmungen für von Konflikten betroffene Kinder enthält. Gamba betonte, dass jedem Kind das Recht auf Identität durch Registrierung der Geburt eingeräumt werden sollte und es ein Ende der "(Rechts-)Verstöße gegen Kinder" in Mali geben muss.

UNICEF startet neues Bildungszugangsprogramm in Somalia

Somalia UNICEF Bildung15. Juli 2019 – Mehr als 50 Prozent der Kinder in Somalia gehen nicht in die Schule. Der Zugang zu Bildung ist äußerst begrenzt. Um das Problem anzugehen, hat sich der UN-Kinderfonds UNICEF mit der Regierung und dem globalen „Education Cannot Wait“ Fond zusammengetan, um ein Programm zu starten, das Kindern, die von anhaltenden Krisen im Land betroffen sind, helfen soll.

Dürre, Ernährungsunsicherheit, Armut und Ungleichheit sind einige der Herausforderungen, wegen denen weniger Kinder in die Schule gehen. Die Bildungsaussichten für Kinder in Somalia in ländlichen Gebieten und für Binnenvertriebene im schulpflichtigen Alter sind besonders schlecht: Nur 26 Prozent der Kinder in ländlichen Gemeinden und 16 Prozent der Binnenvertriebenen gehen in die Grundschule.

Das Programm hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist mit einem Budget von 64 Millionen US-Dollar ausgestattet. Es soll mehr als 54.000 Kindern eine Ausbildung ermöglichen.

In einer am Samstag veröffentlichten UNICEF-Erklärung wurde gesagt, dass das Ziel darin besteht, „verbesserte Lernergebnisse für Kinder im schulpflichtigen Alter zu erzielen, die von Notfällen betroffen sind“, indem der Zugang zu qualitativ hochwertiger, integrativer, geschlechtsspezifischer, kinderfreundlicher und nachhaltiger Bildung verbessert wird.

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