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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Generalsekretär Guterres: Grenzsicherung kann nicht durch Diskriminierung erfolgen

01 2017SecretaryGeneral1. Februar 2017 – Vor dem Hintergrund bedenklicher Entwicklungen weltweit hat UN-Generalsekretär António Guterres den Anspruch von Flüchtlingen auf Schutz durch die internationale Gemeinschaft unterstrichen.

„Flüchtlinge, die Konflikten und Verfolgung entkommen wollen, finden sich immer öfter mit geschlossenen Grenzen konfrontiert sowie einem zunehmend beschränktem Zugang zu dem Schutz, den sie brauchen und auf den sie das Recht haben – gemäß der internationalen Flüchtlingsbestimmungen“, so Guterres in einem Statement.

Auf der Rückkehr von seinem Äthiopien-Besuch verwies der Generalsekretär insbesondere auf die positiven Leistungen des ostafrikanischen Landes im Bereich Flüchtlingsschutz. Äthiopien habe, trotz einer komplizierten Sicherheitslage, eine Politik der offenen Grenzen beibehalten und mehr Flüchtlinge als jedes andere afrikanische Land aufgenommen.

Gleichzeitig warnte Guterres im Angesicht weltweiter Entwicklungen vor „blinden Maßnahmen, die nicht auf soliden Informationen beruhen“.
Zum vollständigen Statement des UN-Generalsekretärs geht es hier.

Unsicherheit für Flüchtlinge in den USA: UN „alarmiert”

01 07 2016RefugeesChief31. Januar 2017 – Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, hat sich angesichts des US-amerikanischen Einreisestopps von Flüchtlingen in einer Pressemitteilung „zutiefst besorgt“ gezeigt. Mit der Entscheidung, die Aufnahme von Flüchtlingen auszusetzen, lasse die amerikanische Regierung tausende Flüchtlinge in Unsicherheit zurück.

Erneut unterstrich Grandi die Haltung des UN-Flüchtlingswerks, allen Flüchtlingen gleichen Schutz und gleiche Unterstützung zu garantieren. Alle sollten die Möglichkeit haben, unabhängig von ihrer Religion, Nationalität und Rasse, in Sicherheit und Frieden zu leben, so Grandi.

Die Erklärung des Hohen Flüchtlingskommissars geht auf eine Verfügung des US-amerikanischen Präsidenten zurück. Am vergangenen Freitag hatte Donald Trump angeordnet, die Aufnahme von Flüchtlingen aus sieben muslimischen Ländern für 120 Tage auszusetzen, darunter auch Syrien.

„Diejenigen, die als Flüchtlinge von den USA akzeptiert wurden, haben ein strenges Sicherheitsüberprüfungsverfahren durch die amerikanischen Behörden hinter sich. Sie kommen in die USA, um ein Leben in Sicherheit und Würde aufzubauen. Das UN-Flüchtlingswerk hofft, dass sie dazu so schnell wie möglich in der Lage sein werden“, erklärte Grandi.

El Niño: UN fordert Unterstützung für Äthiopien

Ethiopia 2016 Oromia OCHA

30. Januar 2017 – Mehr als 10,2 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr aufgrund der vom Klimaphänomen El Niño ausgelösten Dürre auf eine Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen. Angesichts der extremen Folgen von El Niño in Äthiopien haben die Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft zu mehr Unterstützung für die äthiopische Regierung und ihre Partnerorganisationen aufgerufen. Gleichzeitig lobte sie die bisherige Leistung der Regierung und Hilfsorganisationen.

Man sei dem äthiopischen Volk und der äthiopischen Regierung zu „voller Solidarität“ verpflichtet, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Rande des 28. Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Addis Abeba (Äthiopien). „Für uns ist klar: Solidarität ist keine Frage von Großzügigkeit. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit und des eigenen Interesses.“

Der UN-Generalsekretär bezeichnete Äthiopien als „Säule der Stabilität" in der Region und forderte die internationale Gemeinschaft auf, das Land bei der Bewältigung der Folgen von El Niño zu unterstützen. Man dürfe nicht zulassen, dass Trockenheit zusätzlich für Instabilität, soziale Unruhen oder Konflikte sorge. Äthiopien hat die meisten Flüchtlinge in Afrika aufgenommen und trotz einer komplizierten Sicherheitslage eine Politik der offenen Grenzen konsequent beibehalten. „Dies ist ein Musterbeispiel, das besonders in Zeiten der allgegenwärtigen Grenzschließungen zum Nachdenken anregt“, so der UN-Generalsekretär.

Auch UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnte vor den „immensen Folgen“ von El Niño für das Leben der Menschen und ihre Grundbedürfnisse und forderte die internationalen Partner auf, die äthiopische Regierung bei der Aufbringung von Hilfsgeldern zu unterstützen: „Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist.“

Ernährungssicherheit: CELAC-Strategie könnte Geschichte schreiben

01 25 2017Food26. Januar 2017 – Vor zwei Jahren hat die Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) eine gemeinsame Strategie zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung verabschiedet. Bei einem Gipfeltreffen der Staatengruppe in Punta Cana (Dominikanische Republik) lobte José Graziano da Silva, Direktor der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), die Zielstrebigkeit der beteiligten Regierungen.

Mit dem Plan könne erstmalig in einer Entwicklungsregion der Hunger vollständig beseitigt werden, erklärte der FAO-Direktor.

„Die Region hat alle notwendigen Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen. Die beteiligten Staaten beweisen enormen politischen Willen bei der Fortführung der Strategie. Bis 2025, also fünf Jahre vor dem Meilenstein für die Ziele nachhaltiger Entwicklung, wollen sie den Plan vollständig umsetzen.“

Die „Strategie zur Sicherung von Lebensmitteln, Ernährung und zur Beseitigung von Hunger“ fördert umfassende staatliche Maßnahmen zur Bewältigung von Armut. Des Weiteren sieht sie vor, die Bedingungen in ländlichen Gegenden zu verbessern und die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen. Die CELAC-Staaten wollen außerdem gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorgehen und potentielle Risiken von Katastrophen eindämmen. Auch soll der Anteil der fettleibigen Menschen in der Region reduziert werden. In den CELAC-Staaten sind etwa 140 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen.

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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Frauentag, 8.3.2018

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