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UNO - SCHLAGZEILEN

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Syrien: UN-Hilfskonvoi kehrt nach Ost-Ghouta zurück


Anwohner in Duma beobachten die Ankunft des UN-Hilfskonvois aus 46 UNICEF-, UN- und Rotes-Kreuz-Fahrzeugen, der ihnen Nahrungsmittelhilfen und medizinische Güter bringt.12. März 2018 – Konvois der Vereinten Nationen und ihrer Partnerorganisationen sind am Freitag in der syrischen Stadt Duma in Ost-Ghouta eingetroffen. Nachdem geplante Hilfslieferungen Anfang der Woche durch intensiven Beschuss verhindert worden waren, konnten nun dringend benötigte Lebensmittel verteilt werden.

Nach Angaben von UN-Sprecher Stéphane Dujarric sind in der Nähe des Konvois Bomben gefallen, obwohl den Organisationen für ihre Operation Sicherheit zugesagt worden war.

Die Verteilung von Nahrungsmitteln und medizinischen Gütern an 27.500 Menschen konnte dennoch sichergestellt werden. Die UN warten allerdings immer noch auf die Genehmigung von Lieferungen für die insgesamt 70.000 Menschen, die in Duma leben.

Das Welternährungsprogramm (WFP) und seine Partner, unter anderem das Internationale Rote Kreuz (ICRC), riefen alle Parteien dazu auf, Hilfsorganisationen den Zugang zu Regionen zu gewähren, die auf Hilfen angewiesen sind.

In Genf warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor, dass sich Angriffe auf medizinische Versorgungseinrichtungen in Syrien mehren. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres entsprach die Zahl der Attacken der Hälfte des gesamten letzten Jahres. Im Februar sind 19 Menschen während solcher Angriffe ums Leben gekommen, darunter vier Gesundheitshelfer.

Anhaltende Kämpfe in Syrien verhindern Zugang der UN nach Ost-Ghouta

Der Hilfsgüterkonvoi auf dem Weg nach Duma, Syrien9. März 2018 - Berichte von eskalierender Gewalt in Ost-Ghouta erreichen weiter die Vereinten Nationen, so UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Die andauernden militärischen Auseinandersetzungen bedrohen das Leben der eingeschlossenen Zivilisten und verhindern den Zugang zu lebensnotwendiger humanitärer Hilfe. Dies betreffe allen voran Tausende von Kindern, so UN-Sprecher Stéphane Dujarric weiter.

Trotz der am 24. Januar einstimmig verabschiedeten Resolution des UN-Sicherheitsrates, in der eine Waffenruhe in Syrien gefordert wird, sind in den letzten 48 Stunden in der syrischen Enklave mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

Die UN seien bereit, allen Notleidenden in Ost-Ghouta und in anderen abgelegenen Regionen zu helfen, sobald die Bedingungen vor Ort dies ermöglichten, sagte Dujarric. Die Vereinten Nationen rufen alle Konfliktparteien nochmals dazu auf, die Feindseligkeiten einzustellen, sodass es den UN Hilfskonvois ermöglicht wird, die dringend benötigten Hilfslieferungen an die Notleiden zu verteilen.

Weltfrauentag: Es wird Zeit Gleichberechtigung umzusetzen

Frauen auf einer Demonstration für Frauenrechte in Brasilien8. März 2018 - Der diesjährige Weltfrauentag findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt. Durch den Einsatz tausender Frauenrechtsaktivistinnen sind unterdrückende und diskriminierende Strukturen offengelegt worden wie nie zuvor. Aus diesem Grund fordern die UN die Welt auf, sich für die Stärkung aller Frauen einzusetzen, um die verbleibenden Hürden zu überwinden.

Gleichberechtigung zu ermöglichen und Frauen zu stärken seien die bedeutendsten Aufgaben unserer Zeit, so UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Erklärung zum Internationalen Frauentag. Obwohl im Bereich der Gleichberechtigung schon viel erreicht worden sei, gebe es noch zahlreiche Hindernisse, die es zu überwinden gelte. So werden Millionen von Frauen jedes Jahr Opfer häuslicher sexueller Gewalt. „Wenn sich nichts ändert, werden in den nächsten Jahren Millionen von Mädchen Opfer von Genitalverstümmelungen. Wo es Gesetze gibt, werden diese oft ignoriert“, so der UN-Generalsekretär.

„Die Vereinten Nationen müssen eine Vorbildfunktion einnehmen, die sie über Jahre hinweg nicht wahrgenommen haben“, betonte Guterres. Aus diesem Grund setze er sich dafür ein, dass in den UN auf allen Ebenen Geschlechtergleichheit etabliert werde.

Die Videobotschaft des UN-Generalsekretärs finden Sie hier: http://bit.ly/2G5v8Zr, http://bit.ly/2FtBc04

Vertreibung der Rohingya in Myanmar dauert an

Eine Gruppe von Rohingyas aus Frauen, Männern und Kindern überqueren einen Fluss, um nach Bangladesch zu gelangen7. März 2018 - Das außerordentliche Ausmaß der Gewalt gegen die Minderheit der Rohingya in Myanmar hat sich „zu einer Terrorkampagne geringeren Ausmaßes entwickelt“. Zu diesem Schluss kommt das Büro des UN-Menschenrechtskommissars (OHCHR). Es gebe zahlreiche Berichte von Entführungen, Tötungen und Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen, so das OHCHR.

„Eine sichere Rückkehr der Notleidenden aus Bangladesch ist unter diesen Umständen nicht möglich“, sagte der beigeordnete Generalsekretär für Menschenrechte, Andrew Gilmour. Neben der menschengemachten Katastrophe im Land sind zahlreiche Flüchtende in den Flüchtlingscamps durch Überflutungen und Erdrutsche bedroht.

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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Frauentag, 8.3.2018

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