Dienstag, 17 September 2019
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UN-Gesandter für Libyen drängt auf Ende der Gewalt

LibyenUNSMILFür ein Nachlassen der Kämpfe in Libyen gibt es keine Anzeichen. Zu dieser Einschätzung kommt der Leiter der UN- Unterstützungsmission in Libyen, Ghassam Salamé. Bei einer Sitzung des Sicherheitsrats zeichnete er ein düsteres Bild der humanitären Lage und warnte vor Instabilität und dem Zustrom ausländischer Waffen, die einen Stellvertreterkrieg im nordafrikanischen Land schürten. „Der Krieg hat die humanitären Bedingungen verschlechtert und den Zugang zu Nahrungsmitteln, Gesundheitsdiensten und anderen lebensrettenden Dienstleistungen behindert", betonte Salamé. "Die Parteien ignorieren die Aufrufe zur Deeskalation und haben Luftangriffe mit Flugzeugen und bewaffneten Drohnen intensiviert." Auch flächenmäßig habe die Gewalt im Land zugenommen.

Afghanische Frauen müssen mehr in Friedensprozesse eingebunden werden

Frauen Afghanistan29. Juli 2019 – Die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Amina Mohammed, hat vor dem Sicherheitsrat über die Rolle der Frauen in Afghanistan gesprochen.

Afghanische Frauen hätten in den fast vier Jahrzehnten des Konflikts in ihrem Land "einen hohen Preis gezahlt", erklärte sie am Freitag.

Ihre Erklärung folgte einen Tag nachdem Kabul erneut von Bombenangriffen getroffen worden war. Mohammed sprach der Regierung und der Bevölkerung Afghanistans ihr "tiefstes Beileid aus" und sagte, "wahllose Angriffe, durch die Frauen und Kinder getötet werden, sind ein Affront gegen unsere Menschlichkeit und ein Verbrechen im Rahmen des humanitären Völkerrechts.“

Unter den Taliban „wurden Frauen und Mädchen der Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten und Schutz vor extremer Gewalt verweigert, und sie konnten nicht am politischen oder öffentlichen Leben teilnehmen“, kritisierte Mohammed.

Seit dem Sturz der Taliban seien aber auch „erhebliche Fortschritte zu verzeichnen", berichtete sie und wies darauf hin, dass Frauen in den Ministerien für Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten und Inneres wichtige Rollen innehaben. Inzwischen sind 27 Prozent der Angestellten im öffentlichen Dienst weiblich.

Weiter bekräftigte sie, dass die Vereinten Nationen auch in Zukunft "mit den Afghanen zusammenarbeiten, die sich für dauerhaften Frieden und Sicherheit einsetzen.“

Der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen hat eine neue Präsidentin

Juul neue Präsidentin26. Juli 2019 - In ihrer Antrittsrede als Präsidentin des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) hat die Norwegerin Mona Juul betont, dass das Mandat des Gremiums heute "genauso aktuell und zwingend notwendig" ist wie 1945.

1945 wurde der Rat mit der "Förderung der internationalen Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Fragen“ beauftragt.

Frau Juul war eine der vier Vizepräsidentinnen des ECOSOC und wurde am Donnerstagmorgen zur Präsidentin gewählt. Der Rat sollte die „allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle fördern, ohne Unterscheidung nach Rasse, Geschlecht, Sprache oder Religion“, sagte die neue Präsidentin.

"Heute haben wir auch die übergeordnete Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die unsere Bemühungen zur Beseitigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Gewährleistung von Frieden und Wohlstand für alle lenkt", erklärte sie weiter.

ECOSOC biete "eine Vielzahl von Möglichkeiten", um die globale Gemeinschaft bei der Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu unterstützen. Sie ermutigte den Rat, das Hochrangige Politische Forum (HLPF) zu nutzen, um die Agenda 2030 weiterzuverfolgen und zu überprüfen, und erklärte, dass sie 2020 ein „integratives faktenbasiertes und handlungsorientiertes“ HLPF abhalten werde.

Schweiz ist laut neuem UN-Bericht innovativstes Land

GIISwitzerland

Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hat die Schweiz am Mittwoch bei der Veröffentlichung ihres Global Innovation Index (GII) in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi als innovativstes Land der Welt eingestuft.

Nach der Schweiz folgen Schweden, die USA, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Im Vergleich zum Vorjahr hat Indien die größten Fortschritte gemacht und ist in der Rangliste um fünf Plätze auf den 52. Listenplatz aufgestiegen.

Der seit zwölf Jahren von der WIPO und einer Reihe von Partnern veröffentlichte jährliche Index soll politischen Entscheidungsträgern ein besseres Verständnis für Innovationsmaßnahmne vermitteln, die von der WIPO als „Hauptmotor der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung“ bezeichnet werden.

Insgesamt stellt der diesjährige Index fest, dass Innovation trotz der globalen Konjunkturabschwächung vor allem in Asien "blüht", Handelsstörungen und Protektionismus gefährde dies jedoch. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Planung von Innovationen entscheidend für Erfolg sei.

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