Freitag, 23 Februar 2018
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Generalsekretär Guterres sagt sexueller Belästigung den Kampf an

2. Februasexualharassementr 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat einen 5-Punkte-Plan zur Bekämpfung sexueller Belästigung vorgestellt. Dabei machte er klar, dass ein derartiges Verhalten zu keiner Zeit akzeptiert werde und sprach in diesem Zusammenhang von einer strikten Anti-Diskriminierungspolitik.
„Hiermit beteuere ich mein Bekenntnis zu einer Null-Toleranz Grenze“, sagte Guterres vor der Presse im New Yorker Hauptquartier.
Der vorgestellte 5-Punkte-Plan soll zu einer völligen Gleichbehandlung aller Mitarbeiter führen. Die Wurzeln sexueller Gewalt und sexuellen Missbrauchs verortete er in einer männerdominierten Kultur.
„Dies impliziert weitreichende Hemmnisse, welche auch vor den Vereinten Nationen keinen Halt machen. Ich bin fest entschlossen, diese Hindernisse zu beseitigen“, so Guterres.
Um mehr Gleichstellung zu erreichen, hat Guterres ein neues Konzept zur paritätischen Ämterverteilung innerhalb der UN eingeführt. In seiner Amtszeit besetzen erstmalig in der Geschichte der UN gleich viele Männer und Frauen führende Positionen im UN-Sekretariat. Faktisch sind es auf der Ebene der Untergeneralsekretäre mit einem Verhältnis von 23 zu 21 aktuell sogar mehr Frauen.
„Dies kann nur der Anfang sein“, betonte er, während er gleichzeitig auf die dringend benötigte, allumfassende Gleichstellung in allen Bereichen der Vereinten Nationen hinwies. Dabei kündigte er für Mitte Februar einen durch das UN-Sekretariat herausgebrachten Leitfaden zur Orientierungshilfe an.
Des Weiteren werde eine Task-Force zur Opferbetreuung sowie einige Präventivmaßnahmen wie etwa ein obligatorisches Trainingsprogramm für alle Mitarbeiter ins Leben gerufen. Vereinfachte Vorgänge zur Meldung von Übergriffen sowie der bessere Schutz etwaiger Zeugen stehen ebenfalls weit oben auf der Agenda.
„In diesem Zusammenhang möchte ich mich klar verstanden wissen: Sexuelle Belästigung wird zu keinem Zeitpunkt toleriert werden. Wir werden aktiv daran arbeiten, bestehende Dynamiken und Machtverhältnisse aufzubrechen und auf eine volle Gleichstellung von Mann und Frau innerhalb der Vereinten Nationen hinarbeiten.“

Präsident Steinmeier besucht Maritime Sondereinheit im Libanon

steini01. Februar 2018 - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte am Dienstag das deutsche Schiff „Magdeburg“ der Maritimen Sondereinheit (MTF) der Interimstruppe der Vereinten Nationen in Libanon (UNIFIL) im Hafen von Beirut, und traf sich mit deutschen Blauhelmsoldaten.

Der Chef Kommandeur General Michael Beary begrüßte den Bundespräsidenten an Bord des Schiffes, und würdigte den „sehr wichtigen“ Beitrag Deutschlands zur UNIFIL.

Er fügte hinzu, dass die deutschen Blauhelmsoldaten einen „enormen Beitrag (an Arbeit) leisten beim Aufbau der libanesischen Marine, sowie deren Kapazitäten und Stärke“.

Die Mehrzahl der 125 deutschen UNIFIL Soldaten sind an Bord der MTF, welche die erste und einzige Marineoperation unter den UN Friedensmissionen ist.

Sie läuft seit 2006 auf Anfrage der libanesischen Regierung, und unterstützt die libanesische Marine dabei, unautorisierte Lieferungen von Waffen oder ähnlichem über das Wasser in den Libanon zu unterbinden. Weiterhin zielt die Operation auch darauf ab, die Seestreitkräfte Libanons zu stärken und somit eine bessere Kontrolle und Schutz der Seewege und Territorialgewässer zu gewährleisten.

Deutschland ist eines von sechs Ländern, die UNIFIL MTF unterstützen.

New York: UN-Jugendforum betont Bedeutung junger Menschen für Agenda 2030

youth31. Januar 2018 – Am ersten Tag des Jugendforums des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC), haben die Referenten die Vereinten Nationen aufgefordert, ihr Versprechen „Niemanden zurückzulassen“ einzuhalten. Die stärkere Einbeziehung engagierter junger Menschen sei unverzichtbar um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis zum Jahre 2030 zu erreichen.
Das Treffen bietet jungen Menschen aus der ganzen Welt die Chance, mit Ministern, Vertretern der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen in den Dialog zu treten. Thema des diesjährigen Forums ist die Rolle der Jugend im Bezug auf den Aufbau von nachhaltigen städtischen und ländlichen Gemeinschaften sowie deren Beitrag für die Implementierung der Agenda 2030.
Die UN-Sondergesandte für die Jugend, Jayathma Wickramanayake, wies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit hin, den eigenen Versprechen Taten folgen zu lassen: „Wir betonen immer wieder, wie wichtig es ist, niemanden zurückzulassen. Wenn wir aber nicht dementsprechend handeln, wird sich die Jugend von den Vereinten Nationen abwenden.“
Der Präsident der UN-Generalversammlung, Miroslav Lajčák, kritisierte in seiner Ansprache die fehlende Einbindung junger Menschen in der Vergangenheit und stellte fest: „Wenn wir junge Menschen ignorieren, werden wir keines der SDGs erreichen“

Hungersnot in Konfliktgebieten nimmt zu, sagen UN-Organisationen vor dem UN-Sicherheitsrat

31.hunger Januar 2018 - Ernährungsunsicherheit – oder der fehlende Zugang zu Nahrung - verschlimmert sich weiter in Konfliktregionen, berichten Organisationen der Vereinten Nationen am Montag. Jemen, Südsudan und Syrien seien demnach die am meisten von Hungersnot betroffenen Länder.

Erstellt wurde der Bericht von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Welternährungsprogramm (WFP), und ist Teil eines halbjährlichen Vortrags im UN-Sicherheitsrat zum Stand der Ernährungssicherheit.

Der Bericht untersucht die aktuelle Situation zu Ernährungssicherheit in 16 Ländern und stellt fest, dass Konflikte ein zentraler Grund für den aktuellen weltweiten Wiederanstieg von Hungersnot sind, nach Jahrzehnten des stetigen Rückgangs.

Bei den 16 untersuchten Staaten handelt es sich um: Afghanistan, Burundi, Zentralafrikanische Republik (CAR), Demokratische Republik Kongo (DRC), Guinea-Bissau, Haiti, Irak, Libanon, Liberia, Mali, Somalia, Südsudan, Sudan, Ukraine und Jemen.

Im Jemen, Südsudan, Syrien, Libanon, CAR, Ukraine, Afghanistan und Somalia sind ein Viertel der Bevölkerung von akuter Hungersnot bedroht.

Laut einer Veröffentlichung im letzten Oktober, ist die Anzahl der Hungernden weltweit auf 815 Millionen im Jahr 2016 angestiegen, im Vergleich zu 777 Millionen in 2015. Die Mehrheit der Hungernden, etwa 500 Millionen Menschen, leben in von Konflikten betroffenen Ländern.

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UN-Generalsekretär Guterres: Erklärung zum Holocaust-Gedenktag, 27.1.2018

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