Donnerstag, 19 Juli 2018
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Generalsekretär: Appell an internationale Gemeinschaft zur Unterstützung von geflüchteten Rohingya

SG Cox Bazar03. Juli 2018 – Bei seinem Besuch in Cox´s Bazar, eine Region im Süden von Bangladesch, appellierte UN-Generalsekretär António Guterres an die internationale Gemeinschaft und forderte umfassende finanzielle Unterstützung der nahezu eine Million aus Myanmar dorthin geflüchteten Rohingya.

Er erinnerte an die seit August vergangenen Jahres andauernde kritische Situation der Rohingya in Myanmar und die systematische Verletzung ihrer Menschenrechte. Es sei inakzeptabel, dass die Flüchtlinge in Bangladesch weiterhin prekären Lebensbedingungen und der konstanten Bedrohung durch Überflutungen und Erdrutsche ausgesetzt sind.

Der UN-Generalsekretär dankte der Regierung und Bevölkerung Bangladeschs für die „großzügige“ Aufnahme und Grundversorung der Flüchtlinge.

Auch der Präsident der Weltbank Gruppe Jim Yong Kim, der den UN-Generalsekretär während des Besuchs begleitete, forderte internationale Solidarität mit den Rohingya und sagte eine Summe von umgerechnet 430 Millionen EUR ($500 Millionen US-Dollar) zur Unterstützung Bangladeschs zu.

Die Flüchtlingskrise brach letzten August aus, nachdem bewaffnete Gruppen, angeblich Rohingya, Polizeiposten angegriffen hatten. Es gab eine systematische Gegenoffensive gegen die muslimische Minderheit, welche laut Menschenrechtsgruppen und UN Mitarbeitern einer ethnischen Säuberung glichen. Alleine in den folgenden Wochen flohen mehr als 700.000 Rohingya über die Grenze nach Bangladesch. Verschiedene UN-Organisationen und humanitäre Partnerorganisationen leisten seither humanitäre Hilfe.

WHO: Ebola-Ausbruch im Kongo "weitgehend eingedämmt"

ebola227. Juni 2018 – Fast zwei Monate nach Beginn des jüngsten Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) haben Gesundheitsexperten der Vereinten Nationen am Dienstag bekannt gegeben, dass die tödliche Krankheit "weitgehend eingedämmt" sei.

Während des aktuellen Ausbruchs wurden insgesamt 55 Ebola-Fälle registriert. 28 Menschen sind an der Virusinfektion gestorben, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sprecher Tarik Jasarevic sagte, dass die Eindämmung ein wichtiger Schritt sei, aber noch nicht das Ende.

"Wir sind verhalten zuversichtlich in Bezug auf die Situation und wissen, dass weiterhin ein aggressives Vorgehen erforderlich ist", sagte Jasarevic und fügte hinzu: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es nur einen Fall braucht, um einen Ausbruch auszulösen."

Vor der Ankündigung der WHO gab es Befürchtungen, dass sich die Krankheit aus der nordwestlichen Demokratischen Republik Kongo weiter verbreiten könnte, entlang der wichtigsten Transportwege des Landes bis in die Hauptstadt Kinshasa, in der 10 Millionen Menschen leben.

Um den aktuellen Ausbruch möglichst rasch einzudämmen koordinierten die UN-Organisation und Ärzte ohne Grenzen ein Impfprogramm, das in der kongolesischen Stadt Mbandaka begann, wo etwa eine Million Menschen leben. Zudem folgten Präventivimpfungen in und um die südliche Stadt Bikoro, wo die ersten Ebola-Opfer festgestellt wurden.

Laut WHO gab es den letzten bestätigten Ebola-Fall im Kongo am 6. Juni. Seitdem wurden alle Verdachtsfälle für negativ erklärt. Eine wichtige Taktik, um der Ausbreitung der Krankheit entgegenzuwirken, war die Kontaktverfolgung: Die WHO und Ärzte ohne Grenzen haben die Kontakte derjenigen, bei denen die Krankheit vermutet wurde, nachverfolgt und mehr als 3.200 Impfungen verabreicht. Für die letzten 161 Personen, die mit mutmaßlichen Ebola-Virusträgern in Kontakt gekommen sind, endet die obligatorische Nachbeobachtung am 27. Juni.

Inzwischen gehen die Teams vor Ort täglich noch bis zu 20 Verdachtsfällen nach, sagte Jasarevic: "Wir müssen die Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo aufrechterhalten, um sicherzustellen, dass alle verdächtigen Fälle untersucht werden und es keine neuen Fälle gibt."

UN-Flüchtlingsagentur: Neuansiedlungsbedarf wird 2019 auf 1,4 Millionen Menschen steigen

resettlement26. Juni 2018 – Knapp 1,4 Millionen Menschen werden 2019 eine Umsiedlung in Länder ohne Krieg und Verfolgung benötigen, so das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) am Montag. Ein Hauptgrund seien die weltweit zunehmenden Zwangsvertreibungen. 

Überführungen von Flüchtlingen aus dem Land, in dem sie Asyl beantragt haben, in ein sicheres Drittland, auch Neuansiedlungen genannt, liegen in der Verantwortung internationaler Organisationen, wie dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).

Im kommenden Jahr wird bei Neuansiedlungen ein Bedarfsanstieg um 17 Prozent erwartet. Angesichts dieser Entwicklung warnt der UN-Bericht "Projected Global Resettlement Needs 2019" davor, dass der Zugang zu dieser „entscheidenden, dauerhaften Lösung" für jene, die internationalen Schutz benötigen, äußerst begrenzt ist. Im September 2016 haben mit der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten alle UN-Mitgliedstaaten die Notwendigkeit anerkannt, Neuansiedlung auszuweiten,.

Laut dem UNHCR-Bericht kommen die auf eine Umsiedlung angewiesenen Flüchtlinge aus insgesamt 65 internationalen Operationen und 36 unterschiedlichen Ländern. Den höchsten Neuansiedlungsbedarf werden dabei mit mehr als 600.000 Menschen zum dritten Jahr in Folge Flüchtlinge aus Syrien haben. Im Vergleich zum aktuellen Bedarf entspricht dies einer Steigerung um 26 Prozent.

Der Kontinent mit dem höchsten Neuansiedlungsbedarf wird voraussichtlich weiterhin Afrika bleiben, angeführt von der Demokratischen Republik Kongo (DRC). In Asien liegt der Bedarf bei rund 102.000 – einem Plus von einem Prozent gegenüber 2018. Anders sieht es in Europa aus, wo die Zahl jener, die internationalen Schutz in einem Drittland suchen, 2019 von mehr als 300.000 auf 420.000 ansteigen wird,

Das UN-Flüchtlingshilfswerk bereitet sich im Jahr 2019 insbesondere auf die folgenden drei Krisen vor: Länder mit einer großen Anzahl von Flüchtlingen, die zentrale Mittelmeermigration und die Umsiedlung aus der Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten im Zusammenhang mit dem Syrienkonflikt.

Fahrverbot für Frauen in Saudi-Arabien fällt: UN hoffen auf neue Möglichkeiten für Frauen und Mädchen

car225. Juni 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen in Saudi-Arabien am Sonntag begrüßt. Zudem brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass durch die Beendigung des Verbots neue Möglichkeiten für Frauen im Königreich geschaffen werden.

Bereits im September veröffentlichte das Königshaus ein Dekret, in dem das Ende des langjährigen Verbot für Juni 2018 angekündigt wurde.

Damals sagten der Generalsekretär und andere hochrangige UN-Vertreter, sie würden dies als ersten wichtigen Schritt betrachten, der zu einer stärkeren Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt führen könnte – sowie in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Am 24. Juni um Mitternacht beendete Saudi-Arabien nun das Fahrverbot für Frauen.

In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung würdigte Guterres die Frauen Saudi-Arabiens für ihre Bemühungen, diesen wichtigen Meilenstein zu erreichen, „der zur wirtschaftlichen und sozialen Mobilität von Frauen und zur Entwicklung des Landes beitragen soll".

Generalsekretär Guterres freue sich darauf, den Weg Saudi-Arabiens zu einer grundlegenden Gleichstellung von Frauen und Mädchen zu sehen, hieß es in der Erklärung.

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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Nelson-Mandela-Tag, 18. Juli 2018

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