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DR Kongo: Ebola-Fälle nehmen zu

1. April 201Ebola Congo9 - Die Zahl neuer Fälle der am tödlichen Ebola-Virus erkrankten Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist gestiegen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind jedoch Fortschritte beim Zugang zu Gemeinschaften erzielt worden, die bisher vor externer Hilfe zurückgeschreckt waren.

Jüngste Daten vom 26. März deuten auf insgesamt 1.029 bestätigte und wahrscheinliche Fälle von Ebola hin, während 642 Menschen starben. Das macht den jüngsten Ausbruch des Fiebers zum schlimmsten in der Geschichte des Landes.

Mehr als 320 Patienten haben sich erholt und wurden aus den Behandlungszentren entlassen, so das Gesundheitsministerium. Weiterhin seien in der vergangenen Woche 125 neue Fälle von Infektionen aus 51 Gesundheitsgebieten in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri gemeldet wurden.

"In den letzten zehn Tagen wurden keine größeren Sicherheitsvorfälle gemeldet", aber die Gesamtsituation bleibt "fragil", so die WHO - ein Hinweis auf mehrere aktuelle Angriffe bewaffneter Gruppen auf Ebola-Behandlungszentren.

Angriffe auf Ebola-Behandlungszentren in Katwa und Butembo "waren die ersten groß angelegten und organisierten Angriffe, die direkt auf die Ebola-Antwort abzielten", heißt es in einer Erklärung der WHO.

Von insgesamt 1.029 gemeldeten Fällen waren 57 Prozent (584) weiblich und 30 Prozent (307) Kinder. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter im Gesundheitswesen ist auf 78 gestiegen (8 Prozent der gesamten Fälle), darunter 27 Todesfälle.

Guterres: „Neuer UN-Klimabericht ein weiterer starker Weckruf zur globalen Erwärmung“

Guterres State of the Global Climate30. März 2019 - Die zunehmende Zahl von Naturkatastrophen und Gefahren im Zusammenhang mit dem Klimawandel stellt einen "weiteren starken Weckruf" an die Welt dar. Dem müsse durch schnelle und nachhaltige Lösungen begegnet werden, so UN-Generalsekretär António Guterres bei der Vorstellung des „State of the Global Climate Report“ durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Donnerstag.

Der Generalsekretär bekräftigte seinen Handlungsbedarf und betonte, dass die alarmierende Schlussfolgerung, dass sich der Klimawandel beschleunigt, "beweist, was wir gesagt haben: Der Klimawandel bewegt sich schneller als unsere Bemühungen, ihn anzugehen".

Die Präsidentin der Generalversammlung, Maria Fernanda Espinosa, betonte, dass sie während ihrer gesamten Amtszeit plädiert habe, dass "ein ganzheitliches Verständnis der sozioökonomischen Folgen eines immer intensiveren extremen Wetters auf Länder auf der ganzen Welt" erforderlich sei.

"Die verbleibende Zeit, um die Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen, läuft schnell ab", so WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Taalas skizzierte die wichtigsten Ergebnisse des Berichts und warnte vor Rekord-Treibhausgaskonzentrationen im vergangenen Jahr, die die globalen Temperaturen auf ein immer gefährlicheres Niveau trieben.

"Wir sehen Rekordanstiege bei Land- und Meerestemperaturen, dem Meeresspiegel und Treibhausgaskonzentrationen", sagte Guterres vor Journalisten. "Zudem sehen wir immer mehr die dramatischen Auswirkungen extremer Wetterbedingungen. Im vergangenen Jahr gab es 14 Wetterereignisse, bei denen die Verwüstungen mehr als eine Milliarde Dollar kosteten. Die durchschnittliche Zahl der Menschen, die Hitzewellen ausgesetzt waren, ist seit Beginn des Jahrhunderts um rund 125 Millionen gestiegen, mit tödlichen Folgen."

Girls‘Day bei UN Bonn

UN Bonn Girls Day28. März 2019 - Am alljährlichen Girls'Day können Mädchen und junge Frauen in Berufsfelder hineinschnuppern, die sie sonst nur selten in Betracht ziehen würden und in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Auch die Politik ist solch ein Feld und so waren heute auf Einladung von Katja Dörner, MdB, am heutigen Girls‘Day Mädchen und junge Frauen am UN Campus in Bonn zu Besuch, wo sie von UNRIC und dem Deutschen UN Women Komitees empfangen wurden. Insgesamt 23 Interessierte sind der Einladung gefolgt und erhielten Einblicke in die Arbeit der Vereinten Nationen und UN Women Nationales Komittee Deutschland, sowie den Alltag einer Bundestagsabgeordneten.

Isabel Hofstätter (UNRIC) gab den Teilnehmerinnen einen Überblick über die Vereinten Nationen, insbesondere über die Aufgaben und Ziele, sowie den institutionellen Aufbau der UN. Besonderes Interesse weckte die Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Darüber hinaus sprach sie über den UN-Standort Bonn und die hier ansässigen UN-Organisationen.

„Kein Land der Welt hat bisher Gleichstellung erreicht“, so Bettina Jahn (UN Women Nationales Komittee Deutschland e.V.), die über die Arbeit von UN Women berichtete. Würde Deutschland so weitermachen wie bisher, würde es noch 200 Jahre dauern, bis Frauen und Männer wirtschaftlich gleichgestellt wären. Globale Herausforderungen für UN Womensind vor allem sexualisierte Gewalt, politische und gesellschaftliche Repräsentation von Frauen, sowie Arbeit und Einkommen. Besondere Aufmerksamkeit widmet UN Women dem Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.

Anschließend erfuhren die Schülerinnen in einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten und den Vertreterinnen von UNRIC und dem Nationalen Komitee von UN Women aus erster Hand, was die Frauen in ihrem Werdegang bisher erlebt haben und was ihre Arbeit ausmacht. „Um sich als Frau Respekt zu verschaffen, gilt es vor allem fachlich und inhaltlich fit zu sein“, gab die Bundestagsabgeordnete Katja Dörner den Schülerinnen abschließend mit auf den Weg.

Syrien: Humanitäre Krise ist noch lange nicht vorbei

Syria SC28. März 2019 - Im März vor acht Jahren hat der Syrien-Konflikt begonnen. Bei einer Anhörung im Sicherheitsrat wurde deutlich, dass die humanitäre Krise noch lange nicht vorbei ist. 11,7 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe und Schutz, und mehr als 5,6 Millionen Syrer leben als Flüchtlinge in der gesamten Region.

Rosemary DiCarlo, Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten und Friedenskonsolidierung, und Ramesh Rajasingham, leitender Direktor im UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), informierten die Ratsmitglieder und hoben die Gewalt in der letzten von Rebellen gehaltenen Enklave Idlib und den umliegenden Gebieten Nordwestsyriens hervor.

Rajasingham berichtete dem Rat, dass die Region einen "alarmierenden Anstieg von zivilen Opfern“ erlebt hat: "Allein im letzten Monat wurden 90 Menschen getötet, von denen fast die Hälfte Kinder waren. Berichten zufolge wurden auch mindestens 86.000 Menschen durch dieses erneute Aufflammen der Gewalt vertrieben."

In Bezug auf die Gefangennahme des letzten verbliebenen Territoriums der Terrorgruppe ISIL durch syrische demokratische Kräfte in der vergangenen Woche, warnte DiCarlo, dass ISIL immer noch eine Bedrohung darstelle. Tausende Zivilisten, die vor militärischen Operationen gegen die Gruppe fliehen, haben den Weg nach al-Hol gefunden, einem Flüchtlingslager in der Provinz Hasaka: Mehr als 140 von ihnen starben auf dem Weg zum Lager oder nach ihrer Ankunft dort.

Rajasingham schloss mit einem Appell für ein fortgesetztes internationales Engagement, damit die Vereinten Nationen "eine der größten und komplexesten Hilfsmaßnahmen, die jemals durchgeführt wurden", weiterführen können. Währenddessen erinnerte DiCarlo die Ratsmitglieder an "diesem düsteren Jahrestag" an eine Erklärung des UN-Generalsekretärs. Es sei eine "moralische Verpflichtung und ein politischer Imperativ für die internationale Gemeinschaft, die Syrer zu unterstützen, sich um eine Vision zu vereinen, die die eigentlichen Ursachen des Konflikts angeht und eine politische Lösung auf dem Verhandlungsweg findet".

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