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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN warnen Russland und Ukraine vor weiteren Konfrontationen auf See

Russia Ukraine27. November 2018 - Nach der Konfrontation zwischen russischen und ukrainischen Schiffe am Sonntag vor der Küste der Halbinsel Krim, hat die Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, beide Länder zur „sofortigen Deeskalation“ der Lage aufgerufen. „Wir erinnern beide Länder an die Notwendigkeit, den Zwischenfall einzudämmen, um eine ernsthafte Eskalation der Lage mit unabsehbaren Konsequenzen zu vermeiden“, sagte DiCarlo.

In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats stellten sowohl der russische UN-Gesandte, Dmitry A. Polyanskiy, als auch der ukrainische, Volodymyr Yelchenko, ihre Sicht der Dinge dar.

Nach Polyanskiys Bericht drang ein ukrainisches Schiff „unerlaubt“ in russisches Gebiet ein, ohne auf die Warnungen russischer Schiffe zu achten. Dies sei eine Verletzung der UN Charta und des Völkerrechts, so Polyanskiy. „Wir sehen solche Schritte als Verletzung russicher Souveränität an.“ Die ukrainischen Schiffe würden in russischen Häfen festgehalten und untersucht, sagte Polyanskiy.

Yelchenko nannte die russische Darstellung der Lage eine „reine Lüge“. Es sei „die Hölle losgebrochen“, als ein russisches Schiff der Küstenwache ein ukrainisches Schiff rammte, das darauf wartete, die Straße von Kertsch zu befahren, welche das Schwarze Meer und das Asowsche Meer miteinander verbindet.

Nach dem Vorfall hätten russische Schiffe andere ukrainische Schiffe blockiert und so daran gehindert, Hilfe zu leisten. Die ukrainischen Schiffe seien außerdem daran gehindert worden, die Straße zu durchqueren und ins offene Meer zu gelangen. Yelchenko sagte, sie seien von russischen Schiffen verfolgt, zum Halten gezwungen worden und von russischen Kräften beschlagnahmt worden.

Guterres: Gewalt gegen Frauen „Zeichen der Schande“ für Gesellschaften

Women violence26. November 2018 - Generalsekretär António Guterres hat die Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung, moralischen Affront und als„Zeichen der Schande für Gesellschaften“ bezeichnet. Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen rief er dazu auf, diese Schande weltweit zu beenden.

Weiterhin wies Guterres darauf hin, dass Gewalt und Missbrauch ein Hindernis für inklusive, gerechte und nachhaltige Entwicklung sei.

„Erst wenn die Hälfte unserer Bevölkerung, die Frauen und Mädchen repräsentieren, frei von Angst, Gewalt und alltäglicher Unsicherheit leben kann, können wir sagen, dass wir in einer gerechten Welt leben“, sagte der Generalsekretär. Frauen würden durch jegliche Form von Geschlechterungleichheit angreifbar gemacht. Das schade sowohl der einzelnen Frau, als auch ihrer Familie und der Gesellschaft als Ganzes. Gewalt nehme viele Formen an, sagte Guterres: von häuslicher Gewalt bis hin zu Menschenhandel, von sexueller Gewalt bis zu Kinderehen, Genitalverstümmelung oder Morden.

Der Generalsekretär sagte, Frauenbewegungen gegen Gewalt und Belästigung würden dadurch gestärkt, dass immer mehr Frauen aus aller Welt und aus verschiedensten Verhältnissen mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit träten.

Die globale „UNiTE“-Kampagne der Vereinten Nationen setzt sich dieses Jahr unter dem Motto „Orange the World: #HearMeToo“ für Überlebende von gewalttätigen Übergriffen und Aktivisten ein.

„Mit Orange als vereinende Farbe der Solidarität, soll der Hashtag #HearMeToo eine klare Botschaft senden: Gewalt gegen Frauen und Mädchen muss jetzt enden und wir alle können dazu etwas beitragen“, sagte Guterres.

UN schlägt Alarm: Kämpfe im Jemen nähern sich lebenswichtigem Krankenhaus in Hafenstadt Hudaydah

humanitäre Hilfe, Jemen23.November 2018 – Die Direktorin des Kinderhilfswerks UNICEF, Henrietta Fore und UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock haben die Kriegsparteien ermahnt, zivile Standorte nicht anzuvisieren und zu besetzen, und lebensnotwendige Infrastruktur wie das Al Thawrah Krankenhaus zu erhalten.

Fore und Lowcock bereiten dabei vor allem die in den Kämpfen zerstörten oder besetzen Gesundheitseinrichtungen große Sorge. Das Al Thawrah Krankenhaus biete, verglichen zu anderen Krankenhäusern im Umkreis, die einzige umfangreiche Versorgung und sei deshalb unverzichtbar zum Schutz von Millionen von Menschen. Die Versorgung umschließt eine Einrichtung für Unterernährung, zwei Intensivstationen - auch für Neugeborene - sowie ein Zentrum für Cholera-Patienten.

Sie riefen alle beteiligten Parteien dazu auf, Zivilisten und Einrichtungen wie das Al Thawrah Krankenhaus zu verschonen sowie den Patienten, Angehörigen und medizinischem Personal jederzeit sicheren Zugang zum Krankenhaus zu gewährleisten.

Um eine Katastrophe zu vermeiden sei die dauerhafte Einstellung der Kämpfe ihnen zufolge ein guter erster Schritt, gefolgt von der Umsetzung weiterer drigender Maßnahmen: Einstellung der Kämpfe, geschützte Versorgung mit Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Gütern, Wirtschaftsunterstützung, erhöhte Finanzierung für die Nothilfe, und Zusammenarbeit aller Parteien mit dem UN-Sondergesandten für den Jemen hin zu einer Konfliktlösung.

Der Konflikt in einem der ärmsten Länder der Welt eskalierte 2015, als eine von Saudis angeführte Koalition, auf Befehl des Präsidenten, militärisch gegen einen weit verbreiteten Aufstand der Huthi-Rebellen vorging.

UN Bonn nimmt an Kampagne zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen teil

Bonn, Orange the World, Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen FrauenBonn, 22. November 2018 - Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen werden die Bonner Gebäude der Vereinten Nationen, der Deutschen Welle und des Post-Towers in der Nacht vom 24. November in Orange beleuchtet. Am Vorabend des 25. November erstrahlt Bonn in der Farbe, die für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen steht. Damit wird die 16-tägige Kampagne von UN Women „Orange the World“ eingeleitet – beginnend mit dem 25.11.2018 bis zum Tag der Menschrechte am 10.12.2018. Unter dem diesjährigen Motto #HearMeToo soll den Stimmen von Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben, Gehör verschafft werden.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen weltweit. Geschlechtsspezifische Gewalt hat unzählige Gesichter und wirkt sich auf alle Lebensbereiche von Frauen und Mädchen aus. Dieses Thema ist nicht nur in Ländern fernab von Bonn präsent. Häufiger als jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.

UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. fordert keine Toleranz gegenüber jeder Form von Gewalt gegen Frauen, sei sie strukturell, sexualisiert, physisch oder psychisch. Bestehende Strafen und Sanktionen müssen außerdem konsequent und vollständig Anwendungen finden. Mehr über Arbeit von UN Women Komitee Deutschland e.V. hier: www.unwomen.de

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UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

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