Sonntag, 17 Februar 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

Fast 4 Milliarden Dollar nötig für Schutz von 41 Millionen Kindern vor Konflikten

30. Ja3001 UNICEFnuar 2019 - Millionen Kinder, die durch Konflikte, Katastrophen und andere Notlagen in Dutzenden von Ländern leben, brauchen laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) dringend Schutz. Dafür werden rund 3,9 Milliarden Dollar für die Arbeit weltweit benötigt.

Manuel Fontaine, Direktor für Notfalloperationen bei UNICEF, warnte in Genf vor einer Zuspritzung der Konflikte: "Es gab in den letzten 30 Jahren noch nie so viele Konflikte auf der Welt wie in diesem Jahr, also ist es offensichtlich eine besondere Bedrohung."

Kinder in insgesamt 59 Ländern sollen von dem Aufruf von UNICEF in diesem Jahr profitieren. Die Mittel sollen für die Versorgung von 41 Millionen Kindern mit sauberem Wasser, Nahrung, Bildung, Gesundheit und Schutz einsetzt werden.

Der größte Anteil der Mitteln wird in Syrien und Yemen für den Schutz von Kindern benötigt: 904 Millionen Dollar in Syrien und 542 Millionen Dollar im Yemen.

Weitere Notsituationen finden sich in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), einem riesigen Land, das mit einer erheblichen Eskalation von Gewalt und bewaffneten Konflikten im Zusammenhang mit schrecklichen Rechtsverletzungen konfrontiert ist.

Angesichts eines so beispiellosen Bedarfs appelliert UNICEF für die Bereitstellung von Mitteln, die dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten benötigt werden - nicht zuletzt für nicht ausreichend erfasste humanitäre Krisenregionen, darunter die Tschadseeregion, wo fast 21 Millionen Menschen von anhaltenden Konflikten betroffen sind.

Trotz der Herausforderungen betonte Fontaine, dass es der Agentur gelungen sei, schutzbedürftigen Kindern zu helfen, nicht zuletzt solchen, deren psychische Narben durch den "toxischen Stress" des Konflikts oft länger andauern als körperliche Wunden.

Guterres erhält Aachener Karlspreis 2019

77583829. Januar 2019 - Der Aachener Karlspreis geht in diesem Jahr an UN-Generalsekretär Guterres. Er wird für seine Verdienste um die europäischen Werte ausgezeichnet. Auch sein Einsatz für Flüchtlinge beeindruckte die Jury.

In einer Zeit, in der universelle Rechte und demokratische Grundsätze zunehmend unter Druck gerieten, sei Guterres ein herausragender Streiter für das europäische Gesellschaftsmodell, teilte das Karlspreis-Direktorium mit.

Es sei Guterres immer ein Anliegen gewesen, politischen Populismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und radikalen Extremismus zu benennen und zu besiegen. Er fordere Solidarität und Mitgefühl im Alltag, Dialog und Respekt über politische Gräben hinweg. Der frühere portugiesische Ministerpräsident erhält den Karlspreis "in Würdigung seines Einsatzes für die Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit".

"Ich fühle mich geehrt, den Karlspreis zu erhalten und danke der Stadt Aachen für diese Anerkennung", sagte Guterres in einer ersten Erklärung. "Ich glaube zutiefst an das, was der Karlspreis verkörpert: Einheit, um gemeinsamen Fortschritt in Europa und anderswo zu erreichen. Globale Herausforderungen sind in unserer Zeit umfassender, aber unsere Antworten sind lückenhafter. Mehr denn je brauchen wir Zusammenarbeit, Dialog und eine Verpflichtung auf die gemeinsamen Werte, die uns als eine menschliche Familie verbinden."

 

 

UN Generalsekretär Guterres: „Bekämpfung des zutiefst beunruhigenden globalen Antisemitismus ist eine Aufgabe für alle“

28. Januar Holocaust Gedenktag 28012019 – „Unsere dringende Herausforderung besteht heute darin, die Lehren aus einer Zeit zu ziehen, in der die Menschenwürde für eine Rassenideologie beiseite geschoben wurde“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Rede bei der Holocaust-Gedenkveranstaltung in New York am vergangenen Samstag.

Dabei betonte er die von Seiten der UN verstärkten Bemühungen, die Menschenwürde für alle zu wahren.

Antisemitismus würde als ältestes Vorurteil der Welt fortbestehen, warnte Guterres und sagte gleichzeitig zu, dass die UN bei der Bekämpfung aller Formen des Hasses stets an vorderster Front stehen würden.

Statistiken und Umfragen zeichnen ein zutiefst beunruhigendes Bild und zeigen auf, dass antisemitische Vorfälle in den Vereinigten Staaten im Jahr 2017 um 57 Prozent zugenommen hätten, betonte er.

"Der alte Antisemitismus ist zurück - und wird immer schlimmer", sagte Guterres und erwähnte das Informationsprogramm der UN zum Holocaust, das Aktivitäten in Dutzenden von Ländern veranstaltet.

Der Internationale Gedenktag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust findet jährlich am 27. Januar statt. Das diesjährige Thema der Erinnerungs- und Bildungsaktivitäten lautet "Holocaust-Gedächtnis: Fordern und verteidigen Sie Ihre Menschenrechte".

Die UN trauern um Bradnee Chambers (UNEP-CMS)

Bradnee ChambersDie UN trauern um Dr. Bradnee Chambers, Exekutivsekretär des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (UNEP-CMS).

Chambers verstarb am 23. Januar 2019.

Unser Beileid gilt seiner Familie und Freunden. UN-Kollegen in Deutschland und weltweit werden ihn vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Seite 4 von 409

4

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front