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Guterres fordert den Stopp von Subventionen für fossile Brennstoffe

r20 Wien29. Mai 2019 - "Wir müssen Umweltverschmutzung besteuern, nicht Menschen" und "Subventionen für fossile Brennstoffe beenden" hat der Generalsekretär António Guterres am Dienstag auf dem Weltgipfel der R20-Koalition gesagt. Die R20-Koalition ist eine von den Vereinten Nationen unterstützte Umweltorganisation, die vom ehemaligen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger gegründet wurde.

Die Idee, dass die Subventionierung fossiler Brennstoffe ein Weg ist, um das Leben der Menschen zu verbessern, könnte nicht falscher sein, sagte der UN-Chef in der österreichischen Hauptstadt Wien. Das Geld der Steuerzahler auszugeben, fügte er hinzu, führe dazu, dass Hurrikans verstärkt und Dürren verbreitet werden.

Guterres forderte weiterhin die Dekarbonisierung der städtischen Infrastruktur, die Einstellung der Kohlekraftwerke und die Förderung eines nachhaltigen Verbrauchs und einer nachhaltigen Produktion: „Kurz gesagt, wir brauchen eine grüne Wirtschaft, keine graue Wirtschaft.“

Der R20 Weltgipfel ist eine langfristige Initiative, die Regionen, Staaten und Städten dabei helfen soll, die Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen und die globalen Klimaschutzziele des Pariser Übereinkommens zur Begrenzung des Klimawandels zu erreichen. Ziel von R20 ist es, den Gipfel zum wichtigsten europäischen Treffpunkt für Klimaschutzlösungen auszubauen.

Eine der anderen hochkarätigen Rednerinnen bei der Eröffnungssitzung der Veranstaltung war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die im November 2018 im Alter von 15 Jahren den Schulstreik „Fridays for Future“ für die Klimabewegung ins Leben gerufen hat.

Greta Thunberg sagte, dass Millionen von Kindern viel Aufmerksamkeit für die Klimakatastrophe mobilisiert haben, aber genau wie die Wissenschaftler seien sie keine Anführer und Entscheidungsträger, im Gegensatz zu den teilnehmenden Politikern, CEOs und Prominenten. „Die Menschen hören Ihnen zu und werden von Ihnen beeinflusst. Sie haben eine enorme Verantwortung, denen die meisten von Ihnen nicht nachgegangen sind.“

Solche Influencer, fügte sie hinzu, könnten sich nicht darauf verlassen, dass Menschen zwischen den Zeilen lesen oder selbst nach wissenschaftlichen Informationen suchen. Sie müssten die Situation wiederholt erklären, egal wie unbequem oder unrentabel das sein möge. Greta Thunberg erinnerte das Publikum daran, dass der Klimawandel zwar eine Chance für grünes Wachstum sein könne, aber in erster Linie sei er „ein Notfall, die größte Krise, mit der die Menschheit jemals konfrontiert war.“

Die Arbeit von Gouverneur Schwarzenegger und der R20-Koalition zur Verdeutlichung der Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen auf "subnationaler" kommunaler- und regionaler Ebene wurde vom UN-Chef gelobt, der subnationales Handeln als "Schlüssel zur Bekämpfung der Klimakatastrophe" bezeichnete.

Jemen-Update: UNICEF-Chefin verurteilt Anschlag in Taizz, bei dem sieben Kinder ums Leben kamen

Jemen Update28. Mai 2019 - Die Leiterin des UN-Kinderhilfswerks, Henrietta Fore hat gesagt, dass nirgendwo im Jemen Kinder sicher sind, nachdem bei einem Angriff in der Stadt Taizz zwölf Zivilisten ums Leben gekommen waren, darunter sieben Kinder. Dies sind die jüngsten Opfer des über vier Jahre andauernden Krieges im Land.

In einer Erklärung, in der sie die Luftangriffe auf eine Tankstelle in der südwestlichen Stadt am Freitag verurteilte, sagte Fore, dass die verstorbenen Kinder zwischen vier und 14 Jahre alt gewesen seien.

Damit erhöht sich die Zahl der Kinder, die in den letzten zehn Tagen in den Regionen um Taizz und die Hauptstadt Sanaa getötet oder schwer verletzt wurden, auf 27. Die UNICEF Chefin warnt, dass die tatsächlichen Zahlen "wahrscheinlich sogar noch höher sein werden".

UNICEF bestätigt, dass seit März 2015 mindestens 7.300 Kinder im Jemen bei Zusammenstößen zwischen Anhängern des jemenitischen Präsidenten Abd Rabbu Mansour Hadi und Oppositionsgruppen getötet oder schwer verletzt wurden.

DR Kongo: „Es gibt keine Zeit zu verlieren“ sagt neu ernannter UN-Koordinator für Ebola-Nothilfemaßnahmen

Ebola DRKongo24. Mai 2019 - In Folge des schon zehn Monate anhaltenden schlimmsten Ebola-Ausbruch der Demokratischen Republik Kongo haben die Vereinten Nationen am Donnerstag Maßnahmen angekündigt, um ihre Nothilfe zu verstärken. Der neu ernannte UN-Koordinator für Ebola-Nothilfemaßnahmen (EERC), David Gressly erklärte, es gebe keine Zeit zu verlieren.

Die Epidemie hat bereits mehr als 1.200 Todesopfer gefordert und droht, sich auf andere Provinzen im Osten sowie auf Nachbarländer auszubreiten. Ein Drittel der Infizierten waren Kinder; dies ist ein höherer Anteil als bei früheren Ausbrüchen. Bis zur Monatsmitte lag die Zahl der Fälle nach Angaben der Vereinten Nationen bei 1.847. Insgesamt gab es 1.223 Todesfälle, nur 487 Menschen haben das tödliche Virus überlebt.

Obwohl die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen die Bemühungen der Regierung und der Kongolesen zur Eindämmung des Virus in Teilen der Provinzen Ituri und Nord-Kivu unterstützt haben, behindern die anhaltende Unsicherheit und das Misstrauen der Bevölkerung weiterhin den Zugang. Dies hindert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Gesundheitsministerium daran, kranke Menschen aufzuspüren, zu behandeln und zu impfen, was letztendlich zu einer höheren Ebola-Übertragung führt.

Das immer komplexer werdende Umfeld hat die Vereinten Nationen dazu veranlasst, in Partnerschaft mit der Regierung und anderen Staaten ihr politisches Engagement und ihre operative Unterstützung zu verstärken. Ziel ist die Verstärkung der Unterstützung für die humanitäre Koordinierung; Stärkung der Vorbereitungs- und Vorsorgeplanung für die Region Goma und die Nachbarländer.

Gressly wies darauf hin, dass "eine verstärkte und koordinierte Nothilfe erforderlich ist, um diese operativen Einschränkungen zu überwinden" und betonte, dass "dies die Verlagerung der Führungsebene und der operativen Entscheidungsfindung in das Epizentrum der Epidemie in Butembo umfasst", wo UN-Generalsekretär António Guterres einen verstärkten Koordinierungs- und Unterstützungsmechanismus eingerichtet hat.

Zusätzliche Maßnahmen sollen die Arbeit von NGOs und UN-Organisationen vor Ort stärken, einschließlich UNICEF, dieeinen großen Beitrag zur Einbindung der Gemeinschaft leisten, psychosoziale Behandlung bereitstellenund daran arbeiten, die Infektionsgefahr durch Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste zu einzudämmen.

Geld für Gazastreifen könnte bald ausgehen

GAZA AID23. Mai 2019 - Der Leiter des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), Pierre Krähenbühl, hat gewarnt, dass trotz einer "wirklich existenziellen Krise" um die Finanzierung im vergangenen Jahr das Geld für die Fortführung der Operationen im Gazastreifen in diesem Jahr nur bis Mitte Juni reichen werde. Der Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Nahost-Friedensprozess, Mladenov, sagte in dieser Pressekonferenz, die Eskalation zwischen Israel und Militanten über die Grenze im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen in den letzten Wochen habe "erneut die Dringlichkeit bewiesen, die bestehenden Vereinbarungen vor Ort zu festigen und zu erweitern".

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