Sonntag, 23 September 2018
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Tschadsee-Konferenz in Berlin: kollektiver ganzheitlicher Ansatz für Frieden und Entwicklung nötig

Chad Women in field2 OCHA Eve SabbaghArmut, Klimawandel und Konflikte haben sich auf das Leben und die Lebensgrundlage von Millionen Menschen in der Tschadseeregion ausgewirkt. Auf Einladung von Deutschland, Nigeria, Norwegen und den Vereinten Nationen kommen in Berlin vom 3. bis 4. September 2018 hochrangige Teilnehmer zusammen, um zentrale Fragen zur Humanitären Hilfe, Krisenprävention und Entwicklungszusammenarbeit in der Tschadsee-Region zu diskutieren und lebensnotwendige Unterstützung zu mobilisieren.

In Kamerun, Niger, Nigeria und dem Tschad hat der steigende Einfluss und die Ausbreitung nicht-staatlicher bewaffneter Gruppen seit 2009 zu massiver interner und grenzüberschreitender Flucht und Migration, Menschenrechtsverletzungen und der Zerstörung von Lebensgrundlagen geführt.

Nach der Humanitären Konferenz von Oslo, welche im Februar 2017 stattgefunden hat und US$ 672 Millionen an finanzieller Unterstützung für Nigeria und die Tschadsee-Region mobilisiert hat, konnten Hilfeleistungen ausgeweitet werden: Mehr als sechs Millionen Menschen haben in 2017 Hilfsleistungen erhalten, und im Nordosten Nigerias konnte eine Hungersnot verhindert werden. Gleichzeitig gab es Bemühungen, die regionale Kooperation zu stärken, um sich gemeinsam mit den treibenden Faktoren der Krise auseinanderzusetzen.

Die #LakeChadBerlin Konferenz wird auf diese Erfolge, Partnerschaften und Verpflichtungen, die aus der Konferenz in Oslo hervorgingen, weiter aufbauen. Um der Krise in der Tschadsee-Region ganzheitlich zu begegnen, werden sich die Teilnehmer in Berlin in interaktiven thematischen Diskussionen auf folgende Schwerpunkte fokussieren, Strategien entwickeln und finanzielle Förderung mobilisieren: Diese sind Humanitäre Hilfe und Schutz, Krisenprävention und Stabilisierung, sowie nachhaltige Entwicklung.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://lakechadberlin.de/

De Mistura fordert humanitären Korridor für Idlib

67112731. August 2018 - Der UN-Sondergesandte für Syrien, de Mistura, hat angesichts der drohenden Offensive in Idlib die Einrichtung eines humanitären Korridors verlangt.

Er sei bereit, deswegen persönlich in die syrische Provinz zu reisen, sagte de Mistura in Genf. Niemand bezweifle, dass es sich bei den Kämpfern dort um Terroristen handle. Aber dies könne den Einsatz schwerer Waffen in dichtbesiedelten Gebieten nicht rechtfertigen.

Idlib ist das letzte große Gebiet in der Hand von Rebellen. Zehntausende Bewaffnete und etwa drei Millionen Zivilisten sind dort eingeschlossen. Die syrische Regierung droht seit Wochen mit einem Angriff. Russland kündigte eine Aufstockung seiner Seestreitkräfte im östlichen Mittelmeer an. Zwischen Russland, der Türkei und dem Iran laufen derzeit intensive Gespräche, um eine Offensive zu vermeiden, die zu einer Fluchtwelle in die Türkei führen könnte.

UNHCR: Jedes zweite Flüchtlingskind kann nicht zur Schule gehen

30. August 2018 - 718439In einem in Genf vorgestellten Bericht  hat das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mitgeteilt, dass die Zahl der Flüchtlingskinder ohne Möglichkeit auf eine Schulbildung 2018 im Vergleich zum Vorjahr um eine halbe Million gestiegen sei. Ende 2017 wurden von den Vereinten Nationen mehr als 25 Millionen Flüchtlinge erfasst, die vor Krieg und Verfolgung über die Landesgrenzen flohen. Etwa die Hälfte davon seien Minderjährige gewesen, rund 7,5 Millionen Kinder im Schulalter, erklärte das UNHCR.

"Die Hälfte von ihnen hat einen Platz gefunden, die andere Hälfte geht nicht zur Schule", heißt es in dem Bericht. Demnach besuchen nur rund 61 Prozent der Flüchtlingskinder Einrichtungen vergleichbar mit der Grundschule - im Vergleich zu 92 Prozent der Kinder weltweit. Nur 23 Prozent der Flüchtlingskinder besuchen danach auch eine weiterführende Schule, weltweit sind es 84 Prozent aller Kinder. Und nur etwa ein Prozent der Flüchtlingskinder hat dem Bericht zufolge die Möglichkeit, einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen - verglichen mit 37 Prozent der Menschen weltweit.

UN-Menschenrechtskommissar Said verurteilt Gewalt in Chemnitz

69083529. August 2018 - Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hat die Gewalt bei Ausschreitungen von Rechtsextremen in Chemnitz scharf verurteilt. 

„Zu sehen, was in Sachsen passiert ist, ist wirklich schockierend“, sagte Said Raad al-Hussein am Mittwoch. Er verurteilte insbesondere die Angriffe rechter Demonstranten auf ausländische Passanten. „Es hat nichts mit Mut zu tun, sich auf ungeschützte Menschen zu stürzen“, sagte Said.

Der UN-Hochkommissar rief die Politiker auf, deutlicher Stellung zu beziehen. „Es ist unabdingbar, dass Politiker dies alles verurteilten. Wir brauchen eine Konzentration von Stimmen in dieser Sache.“

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UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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