Sonntag, 15 September 2019
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Unaufhaltsame Abfolge von Katastrophen im Asiatisch-Pazifischen Raum sei erst der Anfang, warnt UN-Regionalbüro

Asia23 August 2019 - Veränderte Muster und sich verschlechternde Auswirkungen von Naturkatastrophen in Asien und im Pazifik, in Verbindung mit Umweltzerstörung und Klimawandel, haben nicht nur die Vorhersage solcher Katastrophen erschwert, sondern sind auch ein „Zeichen zukünftiger Entwicklungen“, warten die Vereinten Nationen.

Der am Donnerstag herausgegebene Katastrophenbericht 2019 der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und den Pazifik (ESCAP) hat ergeben, dass die jährlichen wirtschaftlichen Verluste aufgrund von Katastrophen hoch sind.

Zusätzlich zu den Auswirkungen von Katastrophen auf das menschliche Leben drohen die wirtschaftlichen Verluste die hart erkämpfte Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum rückgängig zu machen.

Laut Armida Alisjahbana, der Leiterin von ESCAP, haben die Länder der Region keine Chance die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen, wenn ihre Bevölkerungen nicht ausreichend vor Katastrophen geschützt sind.

Mangelnde Finanzierungsunterstützung zwingt UN lebensrettende Nothilfe im Jemen einzustellen

Jemen22. August 2019 - Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie mehrere humanitäre Programme im Jemen einstellen müssen, da die von den Mitgliedstaaten zugesagten finanziellen Mittel nicht gezahlt worden seien.

"Wir sind angewiesen auf die versprochenen Gelder", sagte Lise Grande, die Humanitäre Koordinatorin der Vereinten Nationen für den Jemen. "Millionen von Menschen im Jemen, die unverschuldet Opfer dieses Konflikts sind, sind auf unsere Unterstützung angewiesen, um zu überleben", mahnte sie.

Wenn die zugesagten Mittel nicht in den kommenden Wochen eingehen, werden die Lebensmittelrationen für 12 Millionen Menschen gesenkt und mindestens 2,5 Millionen unterernährte Kinder von den Grundversorgungsleistungen ausgeschlossen.

"Dies ist die weltweit größte humanitäre Anstrengung zur Bewältigung der schlimmsten humanitären Krise", betonte Grande. "Wenn wir die nötige Finanzierung erhalten, können wir einen großen Unterschied bewirken."

Sie bedankte sich bei den Gebern, die ihre Versprechen eingehalten haben und sagte, dass mit ihren Geldern „ die Nothilfe verdoppelt, in manchen Teilen des Landes auch verdreifacht wurde”.

Dringender Bedarf an „Zurückhaltung und echtem Dialog“ im Nahen Osten, um größere Konfrontationen zu vermeiden

Viotti21. August 2019 - Die Kabinettschefin des UN-Generalsekretärs, Maria Luiza Viotti, informierte den Sicherheitsrat über die Lage im Nahen Osten und sagte am Dienstag, dass "Zurückhaltung und ein echter Dialog dringend erforderlich sind", um eine größere Konfrontation zu vermeiden. Diese hätte katastrophale Folgen, auch weit über die Region hinaus.

Sie beschrieb die Lage im Nahen Osten als "problematisch und komplex" und von langwierigen Konflikten und geopolitischen Spannungen gekennzeichnet. Insbesondere in der Straße von Hormus seien die Spannungen auf ein gefährliches Niveau gestiegen. Die mit der Schifffahrt verbundenen Rechte und Pflichten müssten auf Basis des Völkerrechts respektiert werden. Viotti bekräftigte auch die Unterstützung der Vereinten Nationen für den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), der häufig als iranisches Nuklearabkommen bezeichnet wird und "der einzige vereinbarte internationale Rahmen bleibt, um das iranische Nuklearprogramm in Angriff zu nehmen."

Ein gerechtes Israel-Palästina „wesentlich für die Zukunft der gesamten Region“

In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, welcher am längsten auf der Agenda der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit ist, sagte Viotti, dass eine gerechte, für beide Seiten akzeptable Lösung für die Zukunft der gesamten Region des Nahen Ostens von wesentlicher Bedeutung ist. Die Vereinten Nationen sind bemüht eine Zwei-Staaten-Lösung zu unterstützen, die es Palästinensern und Israelis ermöglichen würde, in zwei demokratischen Staaten nebeneinander, in Frieden und innerhalb sicherer und international anerkannter Grenzen zu leben.

Agenda 2030 „untrennbar mit der Konfliktlösung verbunden“

Die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ist nach Ansicht von Viotti unmittelbar mit der Lösung und Prävention von Konflikten verbunden. Sie wies auf die Gleichstellung der Geschlechter hin und erklärte, dass es in den letzten Jahren in der Region zwar einige bemerkenswerte Fortschritte gegeben habe, die Chancengleichheit jedoch begrenzt geblieben sei und geschlechtsspezifische Gewalt weit verbreitet sei.

Viotti erläuterte abschließend die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen die Vereinten Nationen die zahlreichen Herausforderungen im Nahen Osten angehen, z. B. vorbeugende Diplomatie und Mediation, Bereitstellung humanitärer Hilfe und Unterstützung von Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung.

Blutbad in Afghanistan verdirbt Feierlichkeiten zu 100 Jahren Unabhängigkeit

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20. August 2019 - Afghanistan befindet sich an „einem entscheidenden Moment“ in der Geschichte des Landes nach 100 Jahren Unabhängigkeit, sagte der Sonderbeauftragte für Afghanistan und Leiter der dortigen UN-Mission am Montag nach einer Reihe von Terroranschlägen in den letzten Tagen.

Tadamichi Yamamoto, Leiter der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA), erklärte weiter, dass sich die Bevölkerung Afghanistans trotz des jahrzehntelangen Konflikts weiterhin für eine stabile, friedliche und erfolgreiche Nation einsetze, die die Menschenrechte von Frauen und Männern gleichermaßen schütze.

Yamamoto äußerte auch die Hoffnung, dass die anstehenden Wahlen dem Volk Gehör verschaffen würden und betonte, dass nach so vielen Jahren des Krieges "eine echte Möglichkeit für den Frieden" bestünde - ein Hinweis auf laufende Verhandlungen zwischen den Taliban-Führern und den USA, von denen erhofft wird, dass sie zu einem dauerhaften Waffenstillstand und zu Gesprächen mit der afghanischen Regierung führen werden.

Die Äußerungen des Leiters der UNAMA kommen in Zeiten zahlreicher Terroranschläge gegen Zivilisten, darunter ein Selbstmordanschlag während einer Hochzeitsfeier am Samstag, bei dem 63 Menschen ums Leben kamen und über 180 verletzt wurden.

Der Angriff fand im Shahr-e-Dubai Hochzeitssaal in Westkabul statt, wo ungefähr 1.000 Menschen für eine schiitische Hochzeitszeremonie versammelt waren, teilte die UNAMA in einer Erklärung mit und versicherte, dass das Menschenrechtsteam der UN-Mission den Vorfall untersuchen werde.

Nachrichten zufolge übernahm ein örtliches Mitglied der ISIL-Terroristengruppe die Verantwortung für den Selbstmordanschlag.

"Das Tempo derartiger grausamer Angriffe zeigt, dass derzeitige Schutzmaßnahmen verstärkt werden und diejenigen, die Angriffe organisiert und ermöglicht haben, vor Gericht gestellt und zur Rechenschaft gezogen werden müssen", sagte der Leiter der UNAMA. "Die Vereinten Nationen sind solidarisch mit allen Afghanen und setzen sich weiterhin für einen von Afghanistan geführten Friedensprozess ein, der den Krieg beendet und einen dauerhaften Frieden herbeiführt."

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