Montag, 18 November 2019
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30 Jahre Mauerfall

langer eugen08. November 2019 - Am 09. November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Dieses hatte weltweite Auswirkungen, auch auf Deutschland und dessen Beziehungen zu den Vereinten Nationen. Mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Oktober 1990 wurde die 17-jährige Doppelmitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen beendet und damit völlig neue Rahmenbedingungen für die deutsche UN-Politik und den UN-Standort Bonn geschaffen.

Der "Zwei-plus-Vier-Vertrag" vom 12. September 1990, der die außenpolitischen Aspekte der deutschen Wiedervereinigung regelte, brachte dem vereinten Deutschland die vollständige Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten. Bereits zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 kündigte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl eine aktivere Rolle Deutschlands in den Vereinten Nationen an. Der Bonn-Berlin-Beschluss vom 20. Juni 1991 setzte so für den Standort Bonn, an dem sich bereits 1951 die erste Organisation der Vereinten Nationen niedergelassen hatte, „die Übernahme und Ansiedlung neuer Funktionen und Institutionen von nationaler und internationaler Bedeutung" eine neue Zielmarke.

Die Rolle Bonns als Standort für Entwicklungspolitik sowie für die Einrichtung und Ansiedlung nationaler, internationaler und supranationaler Einrichtungen wurde damit festgeschrieben, der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn verstärkten gemeinsam ihre Anstrengungen für den Auf- und Ausbau des UN-Standortes Bonn. Mit dem Berlin/Bonn-Gesetz und einer Ausgleichsvereinbarung konnte Bonn die dieser Rolle entsprechenden Infrastrukturen schaffen, vor allem die räumlichen Bedingungen für die künftige Arbeit multilateraler Einrichtungen. Mit der Ansiedlung des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen im Jahr 1996 - und wenig später des Klimasekretariates - begann Bonns Entwicklung zur deutschen Stadt der Vereinten Nationen und Zentrum für globale Zukunftsthemen. Äußeres Symbol dieser Entwicklung ist der wachsende Bonner UN-Campus im Herzen des ehemaligen Regierungsviertels um den “Langen Eugen” herum, der den rund 1.000 Beschäftigten der Vereinten Nationen in Bonn Platz bietet.

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