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Guterres: “Echter Wandel" bei Einbindung von Frauen in Friedens- und Sicherheitsmissionen noch zu langsam

30. Oktober 2019 - news article 311019 small Die Einbindung von Frauen in Friedens- und Sicherheitsmissionen muss „weiterhin eine der obersten Prioritäten der Vereinten Nationen sein“, sagte Generalsekretär António Guterres am Dienstag vor dem Sicherheitsrat.

Laut Guterres sei es eine traurige Tatsache, dass die eingegangenen Verpflichtungen nicht in reale Veränderungen auf der ganzen Welt umgesetzt wurden, und er beklagte, dass der Wandel nicht schnell genug komme und nicht weit genug gehe.

Fast zwei Jahrzehnte nach der Resolution 1325, die die unverhältnismäßigen und einzigartigen Auswirkungen des bewaffneten Konflikts auf Frauen und Mädchen anerkannte, sind „Frauen immer noch von Friedens- und politischen Prozessen ausgeschlossen," teilte Guterres dem Sicherheitsrat mit.

„Ein erbärmlich kleiner Anteil von 0,2 Prozent der bilateralen Hilfe in Konfliktsituationen geht an Frauenorganisationen“, beklagte der Generalsekretär und stellte fest, dass Angriffe auf Menschenrechtsverteidigerinnen, Friedensstifterinnen und weibliche humanitäre Helfer zugenommen hätten.

In den Friedensmissionen arbeitet man gegen die sexuelle Ausbeutung und den sexuellen Missbrauch und daran, die Beteiligung von Frauen zu erhöhen. "Vorfälle sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs innerhalb der Friedensmissionen haben sich halbiert, und der Prozentsatz der Frauen in der Militär- und Polizeikomponente unserer Operationen nimmt endlich zu“, erklärte der UN-Chef.

Guterres sagte, dass er Sofortmaßnahmen zur Erreichung des Gleichgewichts zwischen den Geschlechtern verfolge und wies darauf hin, dass er viele Frauen in Leitungspositionen von Missionen ernannt habe.

Vor Ende der Tagung verabschiedete der Rat die Resolution 2493. Diese fordert den Aufbau von Genderberatung und/oder Beratung zum Schutz von Frauen, um die „uneingeschränkte und wirksame Teilnahme von Frauen“ an Wahlvorbereitungsprozessen, Abrüstung, Justizreformen und umfassenderen Wiederaufbauprozessen nach Konflikten zu ermöglichen.

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