Montag, 18 November 2019
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Ozeane und Arktisgebiete zahlen den Preis für die globale Erderwärmung

Glacier26. September 2019 - Ozeane und Dauerfrostgebiete absorbieren seit Jahrzehnten die zusätzliche Wärme, welche durch die globale Erwärmung verursacht wird. Darauf haben Experten bei der Veröffentlichung des neuen Klimafolgen-Berichts am Mittwoch hingewiesen. Zusätlich haben sie davor gewarnt, dass ohne eine radikale Änderung des menschlichen Verhaltens Hunderte von Millionen Menschen leiden werden aufgrund des steigenden Meeresspiegels, häufigen Naturkatastrophen und Nahrungsmittelknappheit.

Die Ozeane werden wärmer, giftiger und weniger produktiv, heißt es in dem Bericht des Zwischenstaatlichen Gremiums für Klimawandel (IPCC). Das Schmelzen von Gletschern und Eisdecken führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels, und die extremen Wetterereignisse an den Küsten werden immer schwerwiegender.

Um Menschen, die vom steigenden Meeresspiegel betroffen sind, und ihren Lebensunterhalt zu schützen, fordert das IPCC die Einführung von Maßnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf das niedrigstmögliche Niveau im Einklang mit dem international vereinbarten Pariser Übereinkommen von 2015 .

Der IPCC-Bericht betont die Bedeutung koordinierter, ehrgeiziger und dringender Maßnahmen zur Abschwächung der Auswirkungen der globalen Erwärmung und warnt, dass Gletscher, Schnee, Eis und Permafrost abnehmen und dies auch weiterhin tun werden.

Bei der Erstellung des Berichts bewerteten mehr als 100 Autoren aus 36 Ländern die neueste wissenschaftliche Literatur zum Ozean und zur Kryosphäre und stützten ihre Ergebnisse auf rund 7.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Der Bericht wird den führenden Politikern der Welt, die sich im Dezember in bevorstehenden Klima- und Umweltverhandlungen wie der UN-Klimarahmenkonferenz (COP25) in Chile versammeln, einen wichtigen Dienst leisten.

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