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Afghanische Frauen müssen mehr in Friedensprozesse eingebunden werden

Frauen Afghanistan29. Juli 2019 – Die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Amina Mohammed, hat vor dem Sicherheitsrat über die Rolle der Frauen in Afghanistan gesprochen.

Afghanische Frauen hätten in den fast vier Jahrzehnten des Konflikts in ihrem Land "einen hohen Preis gezahlt", erklärte sie am Freitag.

Ihre Erklärung folgte einen Tag nachdem Kabul erneut von Bombenangriffen getroffen worden war. Mohammed sprach der Regierung und der Bevölkerung Afghanistans ihr "tiefstes Beileid aus" und sagte, "wahllose Angriffe, durch die Frauen und Kinder getötet werden, sind ein Affront gegen unsere Menschlichkeit und ein Verbrechen im Rahmen des humanitären Völkerrechts.“

Unter den Taliban „wurden Frauen und Mädchen der Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten und Schutz vor extremer Gewalt verweigert, und sie konnten nicht am politischen oder öffentlichen Leben teilnehmen“, kritisierte Mohammed.

Seit dem Sturz der Taliban seien aber auch „erhebliche Fortschritte zu verzeichnen", berichtete sie und wies darauf hin, dass Frauen in den Ministerien für Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten und Inneres wichtige Rollen innehaben. Inzwischen sind 27 Prozent der Angestellten im öffentlichen Dienst weiblich.

Weiter bekräftigte sie, dass die Vereinten Nationen auch in Zukunft "mit den Afghanen zusammenarbeiten, die sich für dauerhaften Frieden und Sicherheit einsetzen.“

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