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40 Jahre Schutzmaßnahmen für wandernde Wildtiere weltweit

CMS Photo 40 yearsBonn, 19. Juni 2019 - Am Sonntag, den 23. Juni, jährt sich zum 40. Mal das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS), auch "Bonner Konvention" genannt. Es ist der einzige globale Vertrag, der sich mit der Erhaltung wandernder Wildtiere und ihrer Lebensräume auf der ganzen Welt befasst, einschließlich Vögel, Wale, Delfine, Haie, Elefanten, Antilopen und Gorillas. 

Die Bonner Konvention ist eines der ältesten globalen Umweltabkommen und hatte als erste UN-Organisation ihren Hauptsitz in Bonn. Seit ihrer Verhandlung und Unterzeichnung auf der Godesburg in Bonn hat sich die Anzahl der Regierungen, die sich in der Konvention und ihren Abkommen engagieren auf über 160 erhöht. Auch viele Partnerorganisationen und Wildtierexperten arbeiten mit der Konvention zusammen.

Die amtierende CMS Exekutivsekretärin Amy Fraenkel erklärte: "Seit 40 Jahren ist CMS führend bei der Bekämpfung von Bedrohungen für wandernde Wildtiere weltweit. Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung der Stadt Bonn und der deutschen Bundesregierung als Gastgeber dieser wichtigen Konvention. Trotz zahlreicher Erfolge gibt es nach wie vor große Herausforderungen für wandernde Wildtiere, einschließlich des zunehmenden Verlustes von Lebensräumen, der Verschmutzung und des Klimawandels."

Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan erklärte: "Ich beglückwünsche die Bonner Konvention dazu, dass sie die Welt zu einem besseren Ort für wandernde Wildtiere gemacht hat. Sie hat als erste Organisation der Vereinten Nationen in Bonn eine ganz besondere Bedeutung für unsere Stadt. Heute sind wir mit 20 UN-Sekretariaten die deutsche Stadt der Vereinten Nationen. Und wir werden alle UN-Organisationen, die ihren Sitz hier bei uns haben, weiterhin uneingeschränkt unterstützen." Im Alten Rathaus der Stadt Bonn findet heute Abend ein Jubiläumsempfang statt. 

Die Bonner Konvention ist auch insofern einzigartig, als sie eine internationale Plattform für Länder mit gemeinsamen Wildtieren bietet, um für deren grenzüberschreitenden Schutz zu arbeiten. Die Erhaltung wandernder Arten und ihrer Lebensräume bietet ebenfalls wichtige Vorteile, wie z.B. die Bestäubung von Pflanzen, die Verbreitung von Saatgut, Schädlingsbekämpfung und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. 

CMS fördert die wissenschaftliche Forschung zum besseren Schutz wandernder Wildtiere über ihre Lebensräume und Wanderrouten hinweg. Teil des Mandats des Übereinkommens ist es auch, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern, Wildtierkriminalität zu bekämpfen und die Nutzung erneuerbarer Energien wildtierfreundlich zu gestalten. Diese Bemühungen unterstützen auch die Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, zu denen auch Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme gehören. 

Pressekontakt: Florian Keil, Koordinator Kommunikation der Sekretariate von UNEP/CMS und UNEP/AEWA. Tel: +49 (0)228 815 2451, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Veronika Lenarz, CMS-Sekretariat Pressestelle, Tel: +49 (0)228 815 2409, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Weitere Informationen: https://www.cms.int/

Warum es wichtig ist, wandernde Wildtiere zu schützen, wird auch in diesem Video erklärt:

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