Sonntag, 16 Juni 2019
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Hungersnot jetzt Realität für vertriebene Syrer

asd17. Mai 2019 – In einem Lager für Vertriebene in Südostsyrien hat die Hungersnot ‚schon begonnen‘, sagte ein hoher UN-Beamter. Er verurteilte die anhaltenden Luftangriffe und Vergeltungsbomben in den von der Opposition besetzten Gebieten im Nordwesten.

Nach nunmehr neun Jahren hat der Konflikt Hunderttausende Menschenleben gefordert und Millionen zur Flucht gezwungen. Syrische Regierungstruppen und Verbündete gewinnen momentan Gebiete zurück, die zuvor von oppositionellen Kräften besetzt waren.

Im Lager Rukban, das sich in der Nähe der jordanischen Grenze befindet, haben humanitäre Hilfskräfte der Vereinten Nationen wiederholt einen besseren Zugang gefordert, denn der letzte Hilfskonvoi hatte den Ort im Februar erreicht.

Najat Rochdi, humanitäre Beraterin des UN-Sonderbeauftragten für Syrien sagte, dass mehr als 12.000 Menschen das Lager auf Grund sich verschlechternder Bedingungen und dem Mangel an Grundversorgung verlassen hätten.

„Die UN setzten sich weiterhin für einen dritten humanitären Konvoi und für die Anlieferung von Lebensmittel und Treibstoff über Handelsrouten nach Rukban ein", sagte sie und fügte hinzu, dass 29.000 Menschen noch dort sind. „Diese Menschen werden das Lager ebenfalls verlassen wollen, wenn sie keine humanitäre Hilfe und keinen dritten Konvoi erhalten“, ergänzte sie.

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