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Tausende fliehen aus der libysche Hauptstadt während Guterres die Eskalation des Konflikts verurteilt

09.04.20199. April 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Montagabend die militärische Eskalation und die anhaltenden Kämpfe in und um die libysche Hauptstadt Tripolis aufs Schärfsteverurteilt.

"Der Generalsekretär drängt auf die sofortige Einstellung aller militärischen Operationen, um die Situation zu deeskalieren und einen umfassenden Konflikt zu verhindern", heißt es in der Erklärung seines Sprechers. "Er betont, dass es keine militärische Lösung für den Libyen-Konflikt gibt, und fordert alle Parteien auf, unverzüglich einen Dialog über eine politische Lösung aufzunehmen."

Mehr als 3.400 Menschen sind in den letzten Tagen vor den Kämpfen in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis geflohen, mahnten die UN und forderten alle Konfliktparteien auf, die militärischen Aktivitäten einzustellen, damit Helfer gefangene Zivilisten retten können.

"Der Konflikt wird mit exzessiv-militärischen Mitteln in Wohngebieten ausgetragen und eine unbekannte Anzahl von Zivilisten kann nicht aus diesen Gebieten fliehen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

In einer Erklärung, die am Montag veröffentlicht wurde, erinnerte die humanitäre Koordinatorin der Vereinten Nationen für Libyen, Maria Ribeiro, die Kriegsparteien an ihre Verpflichtungen zum Schutz von Nicht-Kombattanten in Bezug auf das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte.

Berichten zufolge wurden seit den Zusammenstößen zwischen den Streitkräften des ostlibyschen Militärkommandanten Khalifa Haftar und den Regierungskräften in der libyschen Hauptstadt am Donnerstag mindestens 32 Menschen getötet und 50 verletzt.

Am Sonntag wurde auch berichtet, dass die Streitkräfte der LNA einen Luftangriff auf einen Vorort von Tripolis durchgeführt hatten, gefolgt von Vergeltungsangriffen auf Flugplätze im Osten Libyens durch Truppen, die der international anerkannten Regierung von National Accord treu geblieben sind.

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