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Mehr Kinder sterben durch unsichere Wasserversorgung als durch Kugeln

22. März 2019 UNICEF water- Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat am Donnerstag einen Bericht anlässlich des heutigen Weltwassertages veröffentlicht. Demnach sei der Mangel an sauberem Wasser für Kinder weitaus tödlicher als bewaffnete Konflikte in den betroffenen Ländern.

UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sagte: "Die Realität ist, dass es mehr Kinder gibt, die an fehlendem Zugang zu sauberem Wasser sterben, als durch Kugeln."

Dem Bericht zufolge sterben jedes Jahr 85.700 Kinder unter 15 Jahren an Durchfallerkrankungen im Zusammenhang mit unsicheren Trinkwasserversorgungs-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH), verglichen mit 30.900 durch Konflikte.

Mädchen sind besonders betroffen, betont UNICEF und warnt davor, dass sie beim Wasserholen Opfer sexueller Gewalt werden können. Darüber hinaus haben sie Mühe, die Menstruationshygiene zu handhaben und verpassen den Unterricht während der Menstruation, wenn ihre Schulen keine geeigneten Wasser- und Sanitäranlagen haben.  

Eine weitere Folge der bewaffneten Konflikte, mit denen die Menschen konfrontiert sind, ist der begrenzte Zugang zu lebenswichtigen Ausrüstungen und Verbrauchsmaterialien wie Treibstoff oder Chlor. "Viel zu oft werden wesentliche Dienstleistungen absichtlich abgelehnt", so UNICEF.

Heute hilft UNICEF den Vertriebenen, indem Wasser per LKW in die Lager geliefert wird, darunter auch in die Nähe von Raqqa, der ehemaligen Bastion des IS-Terroristennetzwerks.

Im Jahr 2018 ermöglichte UNICEF 35,3 Millionen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zum Trinken, Kochen und zur Körperpflege.

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