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Libyen: Es werden 202 Millionen Dollar benötigt für humanitäre Hilfe für über eine halbe Million Menschen

06. Februar 2019 – news 0602Die UN und ihre Hilfspartner haben zusammen mit der libyschen Übergangsregierung am Dienstag einen humanitären Hilfsplan auf den Weg gebracht. Laut dem Plan werden 202 Millionen Dollar für die Soforthilfe für rund 550.000 Menschen, die von der anhaltenden humanitären Krise betroffen sind, benötigt.

Die langwierige politische Krise, die 2011 mit Demonstrationen begonnen und zum Sturz des langjährigen libyschen Führers Muammar Gaddafi geführt hat, hat sich zu einem bewaffneten Konflikt entwickelt. Dieser hat zehntausende Familien zur Flucht gezwungen und über eine Million Menschen von Nothilfe abhängig gemacht.

Der Plan wurde unter Anderem von der humanitären Koordinatorin der UN für Libyen, Maria Ribeiro und Dr. Milad Al Taher, Minister für lokale Regierungsführung bei einer Veranstaltung in Tripolis vorgestellt.

"Jahre der Instabilität und Unsicherheit haben das Wohlbefinden vieler Kinder, Frauen und Männer in Libyen stark beeinträchtigt. Jedes Jahr kämpfen die Menschen damit, den Auswirkungen einer Krise standzuhalten, die das Land destabilisiert, es in Gefahr gebracht und die Wirtschaft verwüstet hat", sagte Ribeiro.

Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) benötigen heute rund 823.000 Menschen, darunter 248.000 Kinder, humanitäre Hilfe. Dazu gehören Binnenvertriebene und Rückkehrer, Konfliktbetroffene, Flüchtlinge und Migranten, die wegen mangelnder Rechtsstaatlichkeit schweren Menschenrechtsverletzungen und Missbrauch ausgesetzt sind.

Die für 2019 benötigten Mittel sollen Nahrungsmittel, Gesundheitsversorgung, Schutz vor vergrabenen Sprengstoffen, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterkünfte, grundlegende Haushaltsgegenstände und die Unterstützung der am stärksten gefährdeten Personen gewährleisten.

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