Mittwoch, 24 April 2019
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Die Welt muss mehr tun, um gegen "schattige" Söldneraktivitäten vorzugehen, die die Stabilität in Afrika untergraben, sagt UN-Generalsekretär

05. FebruZA Söldnerar 2019 – Da Söldner den Weltfrieden und die globale Sicherheit untergraben und die Kapazitäten der Staaten zum Schutz ihrer Bevölkerung schwächen, hat der UN-Sicherheitsrat am Montag sein Augenmerk auf deren Aktivitäten als Quelle der Destabilisierung in Afrika gerichtet.

"Söldner nutzen und nähren andere Übel wie die transnationale organisierte Kriminalität, den Terrorismus und den gewalttätigen Extremismus", sagte der UN-Generalsekretär Guterres auf der Tagung, die von Äquatorialguinea als Ratsvorsitz einberufen wurde.

Die Aktivitäten in Afrika erfordern laut Guterres "Arbeit über das gesamte Spektrum – von der Prävention bis zur Strafverfolgung, von der Abschwächung der Auswirkungen von Söldneraktivitäten bis zur Beseitigung der Ursachen".

Er hat auf die Bedeutung der Zusammenarbeit hingewiesen, wie zum Beispiel gemischte Grenzkommissionen, gemeinsame Mechanismen zur Überwachung der Grenzsicherheit und den Austausch von Informationen zwischen den nationalen Verteidigungskräften. Außerdem hat er die strategische Partnerschaft zwischen der UN, der Afrikanischen Union, den Staaten der Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrika und den Ländern der Region als "lebenswichtig" hervorgehoben.

Guterres empfiehlt folgende Maßnahmen zur Bekämpfung von Söldnern:

  • Stärkung der Rechtssysteme auf globaler und nationaler Ebene, einschließlich des Internationalen Übereinkommens von 1989 gegen die Einstellung, Verwendung, Finanzierung und Ausbildung von Söldnern.
  • Ausbau der bilateralen, regionalen und internationalen Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Grenzmanagement, um den Zustrom von Waffen und ausländischen bewaffneten Akteuren in ganz Zentralafrika einzudämmen.
  • Untersuchung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Faktoren, die Söldneraktivitäten fördern, wie Ausgrenzung, schlechte Regierungsführung, ungerechte öffentliche Dienste und kein Schutz für Minderheiten und andere gefährdete Gruppen.

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