Mittwoch, 24 April 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

Neuer UN-Bericht zu Mobbing fordert "sichere, integrative" Schulen für alle Kinder

23. JaUN bullying report 2301nuar 2019 - Der emotionale und körperliche Schmerz, der durch Mobbing verursacht wird, kann entsetzlich sein. Doch dieses Verhalten sei nach wie vor weltweit in Schulen verbreitet, so ein neuer Bericht der Organisation der UN für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO).

Der Bericht wurde am Dienstag auf dem Education World Forum 2019 in London veröffentlicht und zeigt, dass fast jedes dritte Kind im letzten Monat mindestens einmal in der Schule gemobbt wurde, ein ähnlicher Anteil war von körperlicher Gewalt betroffen.

Neben körperlichem und psychologischem Mobbing, nimmt das Mobbing über Internet und Handy zu. Kinder, die von der Norm abweichen, werden am ehesten gemobbt, wobei das körperliche Aussehen die häufigste Ursache ist.

Mobbing müsse bekämpft werden, weil es erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, die Lebensqualität und den akademischen Erfolg von Kindern habe, heißt es im Bericht.

Trotz der Schwere des Problems haben einige Länder erhebliche Fortschritte bei der Verringerung oder Eindämmung von Gewalt und Mobbing an Schulen gemacht.

Der UNESCO-Bericht vereint Daten aus einer Reihe von Erhebungen aus 144 Ländern und Gebieten und ist einer der Beiträge zur Kampagne "Safe to Learn", einer Initiative zur Beendigung von Gewalt in Schulen, damit Kinder lernen und ihre Träume verwirklichen können.

"Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf sichere, integrative und effektive Lernumgebungen", forderte Stefania Giannini, stellvertretende Generaldirektorin der UNESCO für Bildung.

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front