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UN-Flüchtlingshilfswerk "zutiefst schockiert" über den Tod des Danziger Bürgermeisters

Polish mayor 150115. Januar 2019 - Nachdem der Bürgermeister der Hafenstadt Danzig in Polen am Sonntag nach einem Messerangriff erstochen wurde, hat das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) eine Erklärung abgegeben, in der sie ihn als "einen zutiefst mutigen, moralischen Führer, der den Weg zur Integration von Flüchtlingen und Migranten gezeigt hat" gelobt hat.

Pawel Adamowicz war seit 1998 Bürgermeister und erhielt Hassbriefe für seine Pro-Flüchtlingshaltung. „Er sah Integration als Erfolgsrezept für seine Stadt“, so Feixas Vihe, UNHCR-Regionalvertreter für Mitteleuropa.

Nachrichtenberichten zufolge ist der mutmaßliche Angreifer ein 27-jähriger Danziger, der erst letzten Monat aus dem Gefängnis entlassen worden war. Nachdem er Adamowicz bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung auf der Bühne vor hunderten von ZuschauerInnen angegriffen hatte, sagte er der Menge, dass er Groll gegen die ehemalige politische Partei des Bürgermeisters hegte, nachdem er 2014 wegen Gewalttaten inhaftiert worden war.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass sein Angriff auf den Bürgermeister politisch motiviert war. Im Februar letzten Jahres berichtete das UNHCR über die Bemühungen von Adamowicz, "eine neue Art der Solidarität" mit Migranten und Flüchtlingen zu zeigen, aufbauend auf dem berühmten Erbe der Stadt als Geburtsort des Kampfes gegen die kommunistische Diktatur.

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat für den Tag der Beerdigung des Bürgermeisters Staatstrauer angeordnet. In einer Erklärung verkündet das UNHCR, dass die Mitarbeiter „zutiefst schockiert und traurig" über die Nachricht vom Tod des Bürgermeisters seien.

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