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Jemen-Verhandlungen: Waffenruhe für Hafenstadt Hudaydah vereinbart

Jemen Verhandlungen14. Dezember 2018 - Die Kriegsparteien im Jemen haben sich auf eine Waffenruhe in und um die Hafenstadt Hudaydah geeinigt. UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Vereinbarung, die für Millionen von Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände bedeute.

Guterres sprach am letzten Verhandlungstag in Schweden zu den Konfliktparteien und mahnte sie, sie hätten die Zukunft des Jemen, wo die Menschen einer schweren humanitären Krise ausgesetzt sind, in der Hand.

„Sie haben eine Vereinbarung über die Stadt und den Hafen von Hudaydah getroffen, die einen Rückzug aller Streitkräfte und eine Waffenruhe im gesamten Regierungsbezirk vorsieht.“ Guterres erklärte, die UN spielten im Hafen eine wichtige Rolle: „So wird der Fluss von Gütern und humanitärer Hilfe zu den Zivilisten sichergestellt.“

Fast vier Jahre nachdem der Konflikt zwischen der Regierung Jemens und den Houthi-Rebellen eskaliert ist, benötigen über 24 Millionen Menschen – das sind drei Viertel der Bevölkerung –  humanitäre Hilfe und Schutz.

Auch der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, lobte die Vereinbarung: „Die heutige Ankündigung gibt uns die Hoffnung, dass die Nahrungsmittelversorgung von 12 Millionen Jemeniten durch WFP in Zukunft einfacher wird.“ In den vergangenen Wochen hatten sich die Importe aufgrund der Konflikte im Hafen von Hudaydah halbiert.

Weiterhin einigten sich die Konfliktparteien auf eine Beruhigung der Situation in der drittgrößten Stadt des Landes, Taizz, und einen Zeitplan für den Austausch tausender Gefangener.

Mit Blick auf folgende Friedensverhandlungen im kommenden Jahr sagte Guterres, die Parteien hätten einen wichtigen Schritt im Friedensprozess getan: „Sie haben sich darauf geeinigt, sich im Januar wieder zu treffen und weiter zu diskutieren.“ Dies sei ein kritisches Element einer zukünftigen politischen Friedenseinigung.

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