Mittwoch, 19 Dezember 2018
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Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration soll bei Konferenz in Marrakesch angenommen werden

global migration compact7. Dezember 2018 - Staats- und Regierungschefs, Minister und andere politische Führungspersönlichkeiten, Repräsentanten der Zivilgesellschaft und Vertreter des privaten und öffentlichen Sektors werden sich am 10. und 11. Dezember zu einer hochrangigen Konferenz in Marrakesch treffen, um den ersten Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration offiziell anzunehmen.

UN-Generalsekretär António Guterres, die Präsidentin der Generalversammlung María Fernanda Espinosa und die Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Internationale Migration, Louise Arbour, werden das Treffen eröffnen. Arbour wird auch als Generalsekretärin der Konferenz fungieren.

Das Programm der Konferenz besteht aus einer zweitägigen Plenardebatte, während der die Mitgliedstaaten ihr politisches Engagement für den Globalen Migrationspakt bestätigen werden. Zwei interaktive Dialoge werden den Teilnehmern die Gelegenheit geben, sich über die Umsetzung und die Zusammenarbeit verschiedener Interessenvertreter auszutauschen.

Der erste Dialog wird von der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright, geleitet, der zweite von Ellen Johnson Sirleaf, der ehemaligen liberischen Präsidentin und Vorsitzenden des Hochrangigen Gremiums für internationale Migration in Afrika.

Der globale Migrationspakt ist das Ergebnis 18-monatiger Diskussionen und Beratungen von Mitgliedstaaten und Interessenvertretern und richtet sich nach der New Yorker Erklärung, die von der UN-Generalversammlung einstimmig im September 2016 angenommen wurde. Der Pakt ist das erste internationale Übereinkommen über eine gemeinsame Heransgehensweise an internationale Migration in all ihren Dimensionen.

Der Pakt soll die Kooperation und Ordnung grenzenübergreifender Migration verbessern. Er ist jedoch nicht gesetzlich bindend und gewährleistet somit die volle Souveränität aller Staaten. Der Pakt umschließt 23 Ziele, durch die Migration auf globaler, nationaler und lokaler Ebene besser gesteuert werden können soll. Die Ziele sind eher allgemein formuliert, wobei es für jedes Ziel einen Katalog potenzieller Maßnahmen gibt, an denen sich die Staaten bei der Entwicklung ihrer Migrationspolitik orientieren können. Die vorgeschlagenen Praktiken basieren auf international anerkannten guten Praktiken und Erfahrungswerten, die im Beratungsprozess, der den Verhandlungen vorausging, gesammelt wurden.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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