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UN schlägt Alarm: Kämpfe im Jemen nähern sich lebenswichtigem Krankenhaus in Hafenstadt Hudaydah

humanitäre Hilfe, Jemen23.November 2018 – Die Direktorin des Kinderhilfswerks UNICEF, Henrietta Fore und UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock haben die Kriegsparteien ermahnt, zivile Standorte nicht anzuvisieren und zu besetzen, und lebensnotwendige Infrastruktur wie das Al Thawrah Krankenhaus zu erhalten.

Fore und Lowcock bereiten dabei vor allem die in den Kämpfen zerstörten oder besetzen Gesundheitseinrichtungen große Sorge. Das Al Thawrah Krankenhaus biete, verglichen zu anderen Krankenhäusern im Umkreis, die einzige umfangreiche Versorgung und sei deshalb unverzichtbar zum Schutz von Millionen von Menschen. Die Versorgung umschließt eine Einrichtung für Unterernährung, zwei Intensivstationen - auch für Neugeborene - sowie ein Zentrum für Cholera-Patienten.

Sie riefen alle beteiligten Parteien dazu auf, Zivilisten und Einrichtungen wie das Al Thawrah Krankenhaus zu verschonen sowie den Patienten, Angehörigen und medizinischem Personal jederzeit sicheren Zugang zum Krankenhaus zu gewährleisten.

Um eine Katastrophe zu vermeiden sei die dauerhafte Einstellung der Kämpfe ihnen zufolge ein guter erster Schritt, gefolgt von der Umsetzung weiterer drigender Maßnahmen: Einstellung der Kämpfe, geschützte Versorgung mit Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Gütern, Wirtschaftsunterstützung, erhöhte Finanzierung für die Nothilfe, und Zusammenarbeit aller Parteien mit dem UN-Sondergesandten für den Jemen hin zu einer Konfliktlösung.

Der Konflikt in einem der ärmsten Länder der Welt eskalierte 2015, als eine von Saudis angeführte Koalition, auf Befehl des Präsidenten, militärisch gegen einen weit verbreiteten Aufstand der Huthi-Rebellen vorging.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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