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Weniger „business as usual“ in den ärmsten Ländern der Welt

Wirtschaft, Entwicklungsländer, UNCTAD20. November 2018 - Einem neuen UN-Bericht über die am wenigsten entwickelten Länder der Welt zufolge, ist ein „pragmatischer, strategischer und evolutionärer“ Ansatz dringend erforderlich, um eine stärkere Wirtschaftsleistung zu erzielen und damit institutionelle Reformen und politisches Know-How voranzutreiben. Der Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) bezieht sich mit seiner Aussage auf die 47 am wenigsten entwickelten Länder dieser Erde. Dazu zählen Länder südlich der Sahara, einige asiatische Staaten sowie einige Inselstaaten. Die über 880 Mio. Bürger der betroffenen Staaten, die 12% der Weltbevölkerung darstellen, tragen zu weniger als 1% des globalen Warenhandels bei.

Der Generalsekretär der Welthandels-und Entwicklungskonferenz, Mukhisa Kituyi, rief die Staaten auf, nicht das Potenzial großer Unternehmen neben mittelgroßen und kleinen Unternehmen zu übersehen. Indem Politiker ermutigt werden die Vorteile des Unternehmertums wertzuschätzen, kann dies, Kituyi zufolge, einen wichtigen Beitrag dieser Länder zum Erreichen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leisten.

Dem Bericht zufolge sind die Regierungen aufgefordert Unternehmensgründer und Unternehmen zu unterstützen, die innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten und damit zum ökonomischen Wandel beitragen. Die Empfehlungen des Berichts zielen auf die Schaffung neuer “Entwicklungsländer“, die transformative Investitionen fördern und den Privatsektor mit einer klaren Vision auf den Weg wirtschaftlicher Erneuerung bringen.

Größere Aufmerksamkeit müsse außerdem der Entwicklung inländischer Lieferketten, einer verbesserten Kooperation zwischen den verschiedenen politischen Bereichen und der ländlichen Entwicklung gewidmet werden. Nur so könne ein Umfeld für die Wirtschaft ermöglicht werden, das Marktversagen ausgleicht und kleine Unternehmen optimal unterstützt.

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) ist ein ständiges zwischenstaatliches Organ, das auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene Entwicklungsländer dabei unterstützt, die Vorteile einer globalisierten Ökonomie zu nutzen als auch deren Nachteile abzufedern.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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