Mittwoch, 19 Dezember 2018
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Guterres: Angriffe auf Zivilisten und Blauhelme zählen zu Kriegsverbrechen

Guterres, UN-Friedensmission, Zentralafrikanische Republik19. November 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat sich sehr besorgt über die zunehmende Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik geäußert. Er zeigte sich solidarisch zu dem krisengeschüttelten Land und stellte klar, dass Angriffe auf Zivilisten und UN-Blauhelme als Kriegsverbrechen geahndet werden können.

Damit reagierte Guterres unmittelbar auf einen Angriff auf ein Aufnahmelager im Landesinneren vergangenen Donnerstag, bei dem 35 Menschen ums Leben kamen. Eine weitere Attacke ereignete sich gestern auf ein Lager der UN-Friedenstruppen in Gbambia, während Soldaten Zivilisten schützten, die im Lager der Stadt Zuflucht gesucht hatten. Ein stark verwundeter Blauhelmsoldat aus Tansania erlag später seinen Verletzungen.

UN-Generalsekretär António Guterres sprach sowohl den Familien der Opfer als auch der Regierung sein tiefes Mitgefühl aus. Die Machthaber der Republik rief er dazu auf, Untersuchungen anzustellen, damit die Verantwortlichen schnell zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

Seit der Kampf zwischen der christlichen Anti-Balaka Miliz und den vorwiegend muslimischen Séléka Rebellen im Jahr 2012 eskaliert ist, leidet das Land unter wiederkehrenden Gewaltausbrüchen. Obwohl 2013 ein Friedensvertrag zustande gekommen war, übernahmen die Rebellen diesen März die Hauptstadt des Landes und zwangen Präsident Bozizé zur Flucht.

Die UN-Friedensmission MINUSCA arbeitet seit 2014 auf Beschluss des UN-Sicherheitsrates im Land und trägt zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Stabilisierung der Situation bei.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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