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„Lasst die Kinder leben“: Jemen droht Hungersnot, UN müssen Lebensmittelhilfe ausweiten

Jemen UN WFP16. November 2018 - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bereitet sich angesichts der drohenden Hungersnot im Jemen darauf vor, die Lebensmittelhilfe für das Land weiter aufzustocken. WFP versorgt bereits jetzt jeden Monat sieben bis acht Millionen Menschen im Jemen mit Nahrungsmitteln, in Zukunft könnten es bis zu zwölf Millionen werden. David Beasley, Exekutivdirektor von WFP, forderte alle Parteien dazu auf, „diesen schrecklichen Krieg“ zu beenden.

Die Hilfslieferungen der UN werden durch die Kämpfe rund um die Hafenstadt Hudaydah, welche kritisch für die Einfuhr von 70 Prozent der Nahrungsmittel-, Medizin- und Benzinimporte ist, massiv erschwert. Bei seinem dreitägigen Besuch im Jemen sagte Beasley in einer Videobotschaft: „Wir müssen diesen Hafen mit aller Kraft schützen und sicherstellen, dass er funktional bleibt. Wenn wir das nicht tun, werden Menschen sterben.“

Er habe mit eigenen Augen die schrecklichen Auswirkungen des Krieges auf die Jemeniten gesehen, als er ein Krankenhaus in Hudaydah besuchte. Dort lägen „kleine Kinder, so unterernährt, dass sie kaum mehr als Haut und Knochen sind, fast zu schwach um zu atmen.“ Er forderte: „Lasst die Kinder leben und die Menschen ihre Leben neu aufbauen.“ Die Wirtschaft des Landes, die aufgrund des Krieges zum Erliegen gekommen sei, müsse sich erholen, damit die Menschen das nötige Geld hätten, um Lebensmittel und andere essentielle Güter zu kaufen. Das sei jedoch nur möglich, wenn Frieden einkehre, so Beasley.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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