Donnerstag, 15 November 2018
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Die Hälfte der Bevölkerung im Jemen von Hungersnot bedroht, sagt UN-Nothilfekoordinator

Risk of Famine in Yemen24. Oktober 2018 - Rund 14 Millionen Menschen im Jemen, knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung, sind „Vor-Hungersnot Konditionen“ ausgesetzt, sagte der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelgenheiten, Mark Lowcock, am Dienstag im UN-Sicherheitsrat.

 Lowcock, der auch UN-Nothilfekoordinator ist, sagte, dass diese neue Einschätzung der Vereinten Nationen die letzte Schätzung von September, nach der 11 Millionen Menschen gefährdet seien, revidiert. Die neue Einschätzung basiere auf jüngsten Umfragen und Auswertungen, und betrachte all diejenigen, die gänzlich auf lebensnotwendige externe Hilfe angewiesen sind, den „Vor-Hungersnot Konditionen“ ausgesetzt.

Hungersnöte seien in der heutigen modernen Welt eine Seltenheit, sagte Lowcock. Während das ein positives Zeichen des Fortschritts sei, sei dies gleichzeitig der Grund, weshalb die Situation im Jemen so schockierend ist.

Obwohl es schwierig sei zu bestätigen, wie viele Menschen am Hungertod oder den dadurch verursachten Krankheiten sterben, sagte Lowcock, dass Gesundheitsfachkräfte auf eine steigende Anzahl an Todesfällen in Zusammenhang mit nahrungsbezogenen Faktoren hingewiesen haben. Eine Hilfsorganisation schätzte Ende 2017 die Zahl der Kinder, die täglich aufgrund von extremem Hunger und Krankheiten sterben, auf 130: das sind auf das Jahr gerechnet fast 50,000 Kinder.

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