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UN-Generalsekretär warnt: IPCC-Bericht zu Erderwärmung ist ein ‚ohrenbetäubender Weckruf‘

Global Warming Report.39. Oktober 2018 - Der Sonderbericht über die Begrenzung der Erderwärmung solle auf der ganzen Welt als „ohrenbetäubender Weckruf“ wahrgenommen werden, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Er sagte, dass die langerwarteten Erkenntnisse zeigten, dass „der Klimawandel schneller voranschreitet als wir es tun – und wir geraten in Zeitnot.“ 

Die zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (IPCC) hatteden Bericht in Incheon, Republik Korea, herausgegeben. Dort haben in den vergangenen Wochen hunderte Wissenschaftler und Regierungsvertreter über tausende Beiträge diskutiert, um sich ein Bild davon zu machen, welche Folgen eine Erderwärmung von 1,5°C haben könnte.

Um die Erderwärmung zu reduzieren, sind dem IPCC zufolge „weitreichende und beispiellose Veränderungen“ des menschlichen Verhaltens nötig. „Wir sehen bereits jetzt die Konsequenzen einer Erderwärmung um 1°C durch extremeres Wetter, steigende Meeresspiegel und ein Abschmelzen des arktischen Meereseises“, sagte Panmao Zhai, Co-Vorsitzender einer der IPCC- Arbeitsgruppen.

Das richtungsweisende Pariser Klimaabkommen, das im Dezember 2015 von 195 Nationen bei der 21. Konferenz der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) verabschiedet worden war, enthielt das Ziel, die weltweite Reaktion auf die Gefahr des Klimawandels zu stärken, indem „die Zunahme der weltweiten Durchschnittstemperatur unter 2°C über vorindustriellen Grenzen gehalten wird und die Bemühungen, den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu reduzieren, weiter verfolgt werden.“

Kurz nach der Veröffentlichung des jetzigen IPCC-Berichts sagte UN-Generealsekretär Guterres, dass es dem Bericht zufolge nicht unmöglich sei, die Erderwärmung auf 1,5°C zu reduzieren. „Aber es wird beispiellose und kollektive Klimamaßnahmen in allen Bereichen verlangen. Es gibt keine Zeit zu verlieren.“

Mehr Informationen: https://bit.ly/2zXo2Fh

UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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