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Klimawandel und Multilaterismus haben einen hohen Stellenwert am ersten Tag der UN-Generaldebatte

Climate Change and Multilaterism on General Debate26. September 2018 - Wenn es ein Thema gab, das am Dienstag, dem ersten Tag der jährlichen UN-Generaldebatte, immer wieder aufgekommen ist, war es die potenziell katastrophale Auswirkung des Klimawandels. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Staats- und Regierungschefs bereits in seiner Eröffnungsrede davor, dass „die Geschwindigkeit des Klimawandels einen weltweiten Notruf ausgelöst hat“. Auch einzelne Staatsoberhäupter betonten ihre individuelle Verletzlichkeit in Bezug auf den Klimawandel. 

Viele Staats- und Regierungschefs berichteten von den Problemen und Erfolgen in ihren Ländern. Sie betonten aber auch die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs), die eine Anzahl sozialer Missstände in einer umweltfreundlichen Art und Weise bis 2030 eliminieren sollen. Sie unterstrichen außerdem die wesentliche Rolle der UN für das Erreichen globaler Partnerschaften, die für die Bekämpfung des Klimawandels sowie für die Lösung einer Menge anderer Probleme, wie zum Beispiel die aktuelle weltweite Flüchtlingskrise, gebraucht werden. 

Eine misstönende Anmerkung kam von US-Präsident Donald Trump, der die Ideologie des Globalismus ablehnte, sich dem neuen globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration wiedersetzte, der planmäßig im Dezember in Marokko verabschiedet werden soll, und sich beschwerte, US-Handelspartner hätten das Land ausgenutzt. Letzteres erkläre seine neue Politik, bei der er Milliarden US-Dollar an Import-Zöllen verhängt.

Ein stichhaltiges Argument gegen diese Position lieferte der Schweizer Präsident Alain Berset, der die „momentane Tendenz“ bedauerte, Antworten auf solche Probleme wie Globalisierung, Ungleichheit, Konflikte, Extremismus, Migration und Klimawandel „in nationalistischer Isolation und wachsendem Misstrauen in Bezug auf die zwischenstaatliche Kooperation“ zu finden.

„Wir sind Zeugen einer echten Multilaterismus-Krise – paradoxerweise gerade in dem Moment, in dem wir versuchen, die Pfeiler einer globalen Führung für die Zukunft zu bauen“, sagte er. „Die Vereinten Nationen sind unverzichtbar und optimal platziert, um gegenwärtige Herausforderungen, insbesondere den Kampf gegen die Ungleichheit, anzugehen.“

Viele Redner erklärten ihre Unterstützung für den globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration. „Wir freuen uns auf die Verabschiedung des Pakts Ende des Jahres in Marrakesch“, sagte Nigerias Präsident Muhammadu Buhari und betonte, dass ungleichmäßige Migration nicht alleine eine Konsequenz von Konflikten sei, sondern auch von Auswirkungen des Klimawandels und des Mangels an Möglichkeiten zuhause. Er beschrieb den Klimawandel als „einer der größten Herausforderungen unserer Zeit.“ 

Mehr Informationen: https://bit.ly/2OT0rKD

UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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