Dienstag, 18 September 2018
UNRIC logo - Deutsch
                

UN-Bericht wirft Armeeführung von Myanmar Völkermord-Absicht vor

image1170x530cropped 128. August 2018 - Eine UN-Kommission wirft dem Militär Myanmars Massentötungen und -vergewaltigungen unter der muslimischen Rohingya-Bevölkerung mit der “Absicht von Völkermord” vor. 

In ihrem am Montag veröffentlichten Bericht fordert die unabhängige Kommission, den Oberbefehlshaber der Streitkräfte sowie fünf weitere Generäle wegen Anstiftung zu schlimmsten Verbrechen vor Gericht zu stellen. Die UN-Ermittler warfen der Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vor, die Verbreitung von Hass zugelassen und die Minderheiten in den Bundesstaaten Rakhine, Kachin und Shan nicht vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen geschützt zu haben. Das für Montag erwartete Urteil gegen zwei in Myanmar festgehaltene Reuters-Journalisten, die über Gräueltaten gegen Rohyngias berichtet hatten, wurde auf kommende Woche verschoben.

Seit August 2017 sind fast 700.000 Rohingyas aus dem überwiegend buddhistischen Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Auslöser sollen Angriffe von militanten Rohingyas auf Armeeposten gewesen sein, woraufhin die Sicherheitskräfte im Bundesstaat Rakhine massiv gegen die Bevölkerungsgruppe vorgingen.

Das Vorgehen des Militärs, das ganze Dörfer abbrennen ließ, habe in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Sicherheitslage gestanden, heißt es in dem UN-Bericht.

Die UN trauern um Kofi Annan, 18. August 2018

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front