Mittwoch, 21 November 2018
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UN-Nothilfekoordinator: Humanitäre Hilfskräfte und Zivilisten besser schützen

Humanitäre Hilfe17. August 2018 – Jedes Jahr am 19. August zollt die Welt den Menschen Tribut, die in den gefährlichsten Krisengebieten dieser Welt Hilfe leisten – und von denen einige den höchsten Preis bezahlen. Hintergrund des Jahrestages ist die Bombardierung des UN-Hauptquartiers in Bagdad, bei der am 19. August 2003 22 Mitarbeitende und weitere Zivilisten ums Leben kamen. 

Mark Lowcock, UN-Nothilfekoordinator und Zuständiger für humanitäre Angelegenheiten, forderte weltweit den verbesserten Schutz von Zivilisten und humanitären Hilfskräften. 

„Es ist unvorstellbar, dass Zivilisten und Hilfskräfte, die versuchen, anderen Menschen zu helfen, getötet und verstümmelt werden – in völliger Straflosigkeit“, so Lowcock. 

Auch im vergangenen Jahr wurden 139 humanitäre Hilfskräfte im Dienst getötet, 102 verletzt und 72 entführt – das fünfte Jahr in Folge haben somit mehr als 100 humanitäre Helferinnen und Helfer ihr Leben verloren. Im Jahr 2017 waren von den 42.972 Menschen, die nach UN-Berichten durch explosive Waffen getötet oder verletzt wurden, drei von vier Opfern Zivilisten – ein Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

„Wir müssen das beenden“, betonte Lowcock. Es sei unerlässlich, dass „Männer mit Gewehren und Macht“ zur Rechenschaft gezogen werden, wenn Zivilisten und Hilfskräfte angegriffen werden.

Im vergangenen Jahr nahmen mehr als zwei Millionen Menschen weltweit an der Online-Kampagne #NotATarget teil, um auf das Schicksal von Zivilsten und Helfenden in Krisenregionen aufmerksam zu machen. Aufbauend auf diesem Erfolg haben die Vereinten Nationen und humanitäre Partner in diesem Jahr eine „lebende Petition“ ins Leben gerufen. 

Weltweit werden Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, die Petition mit ihren Selfies über eine benutzerdefinierte Website zu „signieren“.  Die so aufgenommenen Fotografien werden Teil einer Installation im UN-Hauptquartier während der UN-Generalversammlung im kommenden September. 

„Die tausenden Gesichter werden die Staatsoberhäupter an ihre Verantwortung und gesetzliche Verpflichtung erinnern, Zivilisten in Konflikten zu schützen“, so Lowcock. 

Sie wollen mit Ihrem Foto Teil der Kampagne werden? Mehr Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.worldhumanitarianday.org/en 

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