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Urteil der Monsanto-Klage ist laut UN-Rechtsexperten eine ‚bedeutende Anerkennung‘ der Menschenrechte der Opfer

MONSANTO16. August 2018 – Die Rechtsexperten Hilal Elver, UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, und Dainius Püras, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf körperliche und geistige Gesundheit, haben das Urteil im Monsanto-Fall als wichtiges Zeichen der Verantwortung begrüßt, die Chemiekonzerne für ihre Konsumenten tragen.

Ein Gericht in Kalifornien hatte am Freitag entschieden, dass der Chemieriese Monsanto den Schulhausmeister Dewayne Johnson (46) mit 290 Millionen USD entschädigen muss, nachdem ein Ausschuss ermittelt hatte, dass auf den Unkrautvernichtern keine Warnhinweise auf das hohe Krebsrisiko zu finden sind.

Der Mann aus den Vereinigten Staaten hatte laut Medienberichten regelmäßig die Monsanto-Produkte RoundUp und Ranger Pro bei seiner Arbeit verwendet. Vor vier Jahren diagnostizierten Ärzte bei ihm das Non-Hodgkins-Lymphom und gaben ihm eine Lebenserwartung bis 2020.

„Das Urteil erkennt mögliche Wirkungszusammenhänge zwischen Krebserkrankungen und dem auf Glyphosat basierenden Unkrautvernichter von Monsanto an“, sagten die unabhängigen Experten. „Diese Entscheidung ist eine bedeutende Anerkennung für die Menschenrechte der Opfer und für die Verantwortung von Chemiekonzernen.“

Das Gerichtsurteil resoniert mit einer Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015, nach der das Herbizid Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft wurde.

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