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UN-Missionschef würdigt Friedensabkommen in Südsudan als „großen Schritt vorwärts“

South Sudan07. August 2018 - Der südsudanesische Präsident Salva Kiir hat am vergangenen Sonntag gemeinsam mit seinem Kontrahenten und ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar ein Friedensabkommen unterzeichnet.  Bei der Unterzeichnung waren weitere Oppositionsparteien anwesend.

Das Friedensabkommen regelt zentrale Regierungsfragen: Präsident Kiir behält in diesem Rahmen seine bisherige Position. Ihm werden fünf Stellvertreter zur Seite gestellt, wobei Machar den ersten der fünf neu geschaffenen Posten einnimmt. 

David Shearer, Leiter der UN-Mission in Südsudan (UNMISS), erklärte: „Das Abkommen ist ein zentraler Schritt in Richtung Frieden im Südsudan.“

Weiterhin bleiben jedoch viele Fragen ungeklärt, die Verhandlungen dauern an. Im Mittelpunkt der gegenwärtigen Gespräche stehen Sicherheitsmaßnahmen für die Menschen vor Ort und die Reform der Armee. 

Shearer betonte: „Das Friedensabkommen ist lediglich der Beginn eines andauernden Prozesses, aber ein Ausgangspunkt, von dem ich glaube, dass ihn viele für unmöglich gehalten haben.“ Er stehe dem Abkommen optimistisch gegenüber.

Auch in den Straßen der südsudanesischen Hauptstadt wurde das Abkommen mit großem Jubel gefeiert. 

Mit nur sieben Jahren ist der Südsudan die jüngste Nation der Welt. Eine politische Pattsituation zwischen den beiden Kontrahenten Kiir und Machar stürzte das Land im Dezember 2013 in einen Konflikt, der seitdem zehntausende Leben forderte und mehr als 4 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieb, davon 2 Millionen über internationale Grenzen hinweg. 

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