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UN-Menschenrechtkommissariat verurteilt jüngste “schockierende Angriffe’ auf Zivilisten im Südwesten Syriens 

Syrien 1.8.201801. August 2018 – Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) hat in einer scharf formulierten Stellungnahme die brutalen Morde und Razzien durch Mitglieder des sogenannten Islamischen Staats in Sweida verurteilt. 

Das UN-Menschenrechtsorgan appellierte an die Regierung Syriens, alle notwendigen Schritte im Einklang mit den internationalen Menschenrechten und dem humanitären Recht einzuleiten, um Zivilisten vor den Angriffen zu schützen und die Verantwortlichen der Straftaten haftbar zu machen.

"Wir haben Berichte erhalten, dass mehr als 200 Menschen getötet und verletzt wurden, unter anderem bei Selbstmordanschlägen in As-Sweida City und in mehreren Dörfern im Osten und Nordwesten des ländlichen As-Sweida Bezirks”, sagte die Sprecherin des OHCHR, Ravina Shamdasani.

Sie zitierte Berichte von “unzähligen IS-Kämpfern”, die Häuser in mindestens acht Dörfern des Bezirks gestürmt, Zivilisten in ihren Häusern getötet und Frauen und Kinder entführt hätten.

“Wir haben die Namen von mindestens 27 Frauen und Kindern aus dem Dorf Al-Shbiki im Osten As-Sweidas erhalten, die Berichten zufolge als Geiseln gefangen gehalten werden”, sagte Shamdasani und fügte hinzu, dass nach Einschätzung des OHCHR die Zahl der Geiseln weitaus höher seien.

Laut OHCHR seien Fotos der gefangenen Frauen bei Twitter veröffentlicht worden, “mit Drohungen, sie lebend zu verbrennen, falls die Regierung nicht die militärischen Operationen gegen den IS im westlichen Dara’a Bezirk einstellen und die in Gewahrsam gehaltenen Frauen und Männer des IS freilassen würde.”

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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