Dienstag, 18 Dezember 2018
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Notreserve an Kraftstoff bald aufgebraucht: Starke Einschränkungen in medizinischer Grundversorgung in Gaza erwartet

Palästina 23. Juli 2018 – Die von den Vereinten Nationen für wichtige Einrichtungen, wie Krankenhäuser, zur Verfügung gestellten Notkraftstoffreserven werden schneller als bisher erwartet aufgebraucht sein, warnte Jamie McGoldrick, Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in den besetzten palästinensischen Gebieten.  

Mindestens ein Krankenhaus sei bereits gezwungen, seine Arbeit vorrübergehend einzustellen, in anderen seien die Dienste dramatisch eingeschränkt, so McGoldrick. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte diese Angaben. 

„Bei regelmäßigen Stromausfällen von circa 20 Stunden am Tag steht ohne die sofortige Verfügbarkeit von Kraftstoff das Leben der Menschen auf dem Spiel, insbesondere das der am meisten gefährdeten Patienten wie Herzpatienten, Dialysepatienten und Neugeborenen auf der Intensivstation“, fügte McGoldrick hinzu. 

Gut 1,27 Millionen Menschen wären von Krankenhausschließungen und massiven Einschränkungen im Gesundheitssektor direkt betroffen. 

Die humanitäre Situation in Gaza wird durch eine von der israelischen Regierung verhängte Blockade stark beeinträchtigt. Seit vergangenen Montag haben die israelischen Behörden im Rahmen verschärfter Import- und Exportbeschränkungen die Einfuhr von Treibstoff nach Gaza verboten, angeblich als Reaktion auf die durch Brandanschläge verursachten Sachschäden auf israelischem Boden. 

McGoldrick forderte Israel vor diesem Hintergrund auf, die Beschränkungen, die den Import von Treibstoff verhindern, zu beenden. Gleichzeitig appellierte er an die Geberstaaten, unverzüglich Mittel für Notbrennstoff zur Verfügung zu stellen, die derzeit für Anfang August angesetzt sind.

 

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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