Samstag, 15 Dezember 2018
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UN-Experten fordern Ukraine auf, „systematische Verfolgung“ Roma-Minderheit zu stoppen

Bildschirmfoto 2018 07 19 um 10.41.0219. Juli 2018 – Experten des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) haben, so wörtlich, „die verabscheuungswürdigen Einschüchterungs- und Gewalttaten gegen Angehörige der Roma-Minderheit unmissverständlich verurteilt.“ 

„Wir sind ernsthaft besorgt über den wachsenden Hass und die rassistisch motivierte Gewalt gegen diese Gemeinschaft – insbesondere gegen ihre schutzbedürftigsten Mitglieder, Frauen und Kinder“, so die Expertengruppe.

Seit April 2018 wurden Angehörige der Minderheit, darunter insbesondere Frauen und Kinder, in verschiedenen Regionen des Landes Opfer einer Serie gewalttätiger Übergriffe. Siedlungen der Minderheit wurden angezündet, Bewohner eingeschüchtert, angegriffen und gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. 

Die UN-Experten gaben an, die Täter seien mutmaßlich Mitglieder rechtsextremer Gruppierungen wie der sogenannten „Sich-C14“ und der „Nationalbrigade“.

„Diese Übergriffe zeigen ein beunruhigendes Muster der systematischen Verfolgung von Roma in der Ukraine, das durch zunehmende Hassreden und Stigmatisierung sowie durch die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage des Landes noch verstärkt wird“, warnten die UN-Vertreter. 

Darüber hinaus bemängelte die Expertengruppe die offenkundig fehlenden wirksamen Maßnahmen der ukrainischen Behörde zum Schutz der Angehörigen der Roma-Minderheit. Die Ukraine müsse sofortige Maßnahmen ergreifen, um die „systematische Verfolgung“ der Roma-Minderheit des Landes zu stoppen.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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