Samstag, 20 Oktober 2018
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UN-ECOSOC Präsidentin: “Fortschritte wurden erzielt, aber nicht in ausreichender Geschwindigkeit, um die SDGs zu verwirklichen

Bildschirmfoto 2018 07 17 um 09.40.1717. Juli 2018 – Bei der Eröffnung des Ministertreffens des Hochrangigen Politischen Forums (High Level Political Forum, HLPF) für nachhaltige Entwicklung sowie des hochrangigen Segments des Wirtschafts- und Sozialrates (ESCOSOC) am Montag haben zentrale Akteure aus der ganzen Welt die Frage diskutiert, wie die Dynamik zur Umsetzung der Agenda 2030 auch langfristig aufrechterhalten und in die Realität übertragen werden kann. 

Die Präsidentin des ECOSOC, Marie Chatardová, betonte, trotz erster positiver Ergebnisse müsse das Engagement für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Sie forderte führende Politiker weltweit auf, ihren politischen Einsatz für die in Agenda 2019 festgelegten Ziele beim erneuten Zusammentreffen des HLPF im September zu bekräftigen. 

„Wir haben keine Zeit zu verlieren“, bekräftigte auch Miroslav Lajčák, Präsident der Generalversammlung. In Kernpunkten wie der Bekämpfung von extremer Armut, Innovationen im Gesundheitssektor sowie in den Bereichen Kinderarbeit und Schulbildung seien zentrale Erfolge erzielt worden. 

„Die großen Herausforderungen liegen jedoch noch vor uns“, sagte Lajčák und verwies auf die weltweiten Asymmetrien in der Verteilung der erzielten Gewinne. Diese würden weiterhin nicht allen zugutekommen. „Immer noch sterben Menschen an heilbaren Krankheiten. Jedem sechsten Menschen steht weiterhin kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Frauen und Mädchen bleiben weltweit ausgeschlossen und unterdrückt. Und: Der Planet schmilzt buchstäblich.“

Nicht zuletzt hob Lajčák vor diesem Hintergrund auch die politische Bedeutung der Agenda 2030 hervor: „Die Welt wäre ein beängstigender Ort ohne die Agenda 2030 und die SDGs.“ Ohne die 17 Ziele hätten „Unilateralismus, Protektionismus und Extremismus eine noch größere Anziehungskraft.“ 

UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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