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Weltbevölkerungstag: „Eine Frage der Menschenrechte”

Weltbevölkerungstag12. Juli 2018 – Vor 50 Jahren wurde Familienplanung als Menschenrecht anerkannt. Am Weltbevölkerungstag wird alljährlich die Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen der Geburtenzahlen gelenkt.

Natalia Kanem, Exekutivdirektor des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), betont, dass Familienplanung "nicht nur eine Frage der Menschenrechte” sei, sondern darüber hinaus ein wichtiges Element der "Befähigung von Frauen” zur Armutsminderung und nachhaltigen Entwicklung darstelle.

Kanem deutet darauf hin, dass es in Entwicklungsregionen immer noch 214 Millionen Frauen an sicheren und effektiven Möglichkeiten zur Familienplanung fehle. Dies sei auf Informations- und Leistungslücken, mangelnde Unterstützung des Partners oder der Gemeinde zurückzuführen.

UNFPA unterstützt Familienplanung in Entwicklungsländern, indem er eine zuverlässige Versorgung des vollständigen Umfangs an modernen Verhütungsmitteln sicherstellt, die nationalen Gesundheitssysteme stärkt und Geschlechtergleichheit fördert. Ziel ist es, die unerfüllten Bedürfnisse freiwilliger Familienplanung in Entwicklungsländern bis 2030 zu beenden. Dabei ist UNFPA auf das Mitwirken von Regierungen, Parlamenten, dem privaten Sektor und der zivilen Bevölkerung angewiesen.

Als ersten Schritt weist Kanem darauf hin, dass pro Jahr lediglich 20 cent pro Person die Finanzlücke der Familienplanung in Entwicklungsländern schließen könnten. Laut Kanem sei dies “eine strategische und durchaus machbare Investition in die Zukunft“.

Der Weltbevölkerungstag geht zurück auf ein Datum öffentlichen Interesses: Nach Schätzungen der UN erreichte die Weltbevölkerung am 11. Juli 1987 die 5-Billionen-Marke.

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