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WHO: Ebola-Ausbruch im Kongo "weitgehend eingedämmt"

ebola227. Juni 2018 – Fast zwei Monate nach Beginn des jüngsten Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) haben Gesundheitsexperten der Vereinten Nationen am Dienstag bekannt gegeben, dass die tödliche Krankheit "weitgehend eingedämmt" sei.

Während des aktuellen Ausbruchs wurden insgesamt 55 Ebola-Fälle registriert. 28 Menschen sind an der Virusinfektion gestorben, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sprecher Tarik Jasarevic sagte, dass die Eindämmung ein wichtiger Schritt sei, aber noch nicht das Ende.

"Wir sind verhalten zuversichtlich in Bezug auf die Situation und wissen, dass weiterhin ein aggressives Vorgehen erforderlich ist", sagte Jasarevic und fügte hinzu: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es nur einen Fall braucht, um einen Ausbruch auszulösen."

Vor der Ankündigung der WHO gab es Befürchtungen, dass sich die Krankheit aus der nordwestlichen Demokratischen Republik Kongo weiter verbreiten könnte, entlang der wichtigsten Transportwege des Landes bis in die Hauptstadt Kinshasa, in der 10 Millionen Menschen leben.

Um den aktuellen Ausbruch möglichst rasch einzudämmen koordinierten die UN-Organisation und Ärzte ohne Grenzen ein Impfprogramm, das in der kongolesischen Stadt Mbandaka begann, wo etwa eine Million Menschen leben. Zudem folgten Präventivimpfungen in und um die südliche Stadt Bikoro, wo die ersten Ebola-Opfer festgestellt wurden.

Laut WHO gab es den letzten bestätigten Ebola-Fall im Kongo am 6. Juni. Seitdem wurden alle Verdachtsfälle für negativ erklärt. Eine wichtige Taktik, um der Ausbreitung der Krankheit entgegenzuwirken, war die Kontaktverfolgung: Die WHO und Ärzte ohne Grenzen haben die Kontakte derjenigen, bei denen die Krankheit vermutet wurde, nachverfolgt und mehr als 3.200 Impfungen verabreicht. Für die letzten 161 Personen, die mit mutmaßlichen Ebola-Virusträgern in Kontakt gekommen sind, endet die obligatorische Nachbeobachtung am 27. Juni.

Inzwischen gehen die Teams vor Ort täglich noch bis zu 20 Verdachtsfällen nach, sagte Jasarevic: "Wir müssen die Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo aufrechterhalten, um sicherzustellen, dass alle verdächtigen Fälle untersucht werden und es keine neuen Fälle gibt."

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