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UN-Flüchtlingsagentur: Neuansiedlungsbedarf wird 2019 auf 1,4 Millionen Menschen steigen

resettlement26. Juni 2018 – Knapp 1,4 Millionen Menschen werden 2019 eine Umsiedlung in Länder ohne Krieg und Verfolgung benötigen, so das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) am Montag. Ein Hauptgrund seien die weltweit zunehmenden Zwangsvertreibungen. 

Überführungen von Flüchtlingen aus dem Land, in dem sie Asyl beantragt haben, in ein sicheres Drittland, auch Neuansiedlungen genannt, liegen in der Verantwortung internationaler Organisationen, wie dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).

Im kommenden Jahr wird bei Neuansiedlungen ein Bedarfsanstieg um 17 Prozent erwartet. Angesichts dieser Entwicklung warnt der UN-Bericht "Projected Global Resettlement Needs 2019" davor, dass der Zugang zu dieser „entscheidenden, dauerhaften Lösung" für jene, die internationalen Schutz benötigen, äußerst begrenzt ist. Im September 2016 haben mit der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten alle UN-Mitgliedstaaten die Notwendigkeit anerkannt, Neuansiedlung auszuweiten,.

Laut dem UNHCR-Bericht kommen die auf eine Umsiedlung angewiesenen Flüchtlinge aus insgesamt 65 internationalen Operationen und 36 unterschiedlichen Ländern. Den höchsten Neuansiedlungsbedarf werden dabei mit mehr als 600.000 Menschen zum dritten Jahr in Folge Flüchtlinge aus Syrien haben. Im Vergleich zum aktuellen Bedarf entspricht dies einer Steigerung um 26 Prozent.

Der Kontinent mit dem höchsten Neuansiedlungsbedarf wird voraussichtlich weiterhin Afrika bleiben, angeführt von der Demokratischen Republik Kongo (DRC). In Asien liegt der Bedarf bei rund 102.000 – einem Plus von einem Prozent gegenüber 2018. Anders sieht es in Europa aus, wo die Zahl jener, die internationalen Schutz in einem Drittland suchen, 2019 von mehr als 300.000 auf 420.000 ansteigen wird,

Das UN-Flüchtlingshilfswerk bereitet sich im Jahr 2019 insbesondere auf die folgenden drei Krisen vor: Länder mit einer großen Anzahl von Flüchtlingen, die zentrale Mittelmeermigration und die Umsiedlung aus der Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten im Zusammenhang mit dem Syrienkonflikt.

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