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UN-Hochkommissar Zeid Al Hussein: „Menschenrechte sind weltweit bedroht“

MrZeid23. Mai 2018 – Die Welt bewegt sich in Bezug auf Menschenrechte zurück und ihre Prinzipien werden weltweit angegriffen, hat der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein am Dienstag gewarnt. Er forderte die Menschen dazu auf, „unnachgiebiges und leidenschaftliches Engagement" bei deren Verteidigung zu zeigen.

In einer scharfen Rede betonte Zeid Ra'ad Al Hussein anlässlich des 25. Jahrestages der Weltkonferenz über Menschenrechte, den „universellen, unteilbaren, voneinander abhängigen und miteinander verbundenen" Charakter der Menschenrechte.

Im Jahr 1993 hatten auf der Konferenz 171 Staaten die Wiener Erklärung und das Aktionsprogramm angenommen, um die Menschenrechte auf der ganzen Welt zu stärken. Dies führte auch zur Gründung des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR), dem Zeid derzeit vorsteht. 

Auf der Konferenz diese Woche sagte der UN-Hochkommissar, es gäbe eine Tendenz „zurück in eine Zeit, in der Rassisten und Fremdenfeinde vorsätzlich Hass und Diskriminierung in der Öffentlichkeit entfachten, während sie sich sorgfältig in Gestalt von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hüllten."

Weltweit seien Menschenrechte bedroht, dies würde jedoch nicht mehr als „Priorität" behandelt, sondern als „Paria". Zeid rief deshalb alle dazu auf, sich dafür einzusetzen, was die Wiener Erklärung tatsächlich festhält.

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