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Gazastreifen: UN-Generalsekretär mahnt, weiteres Blutvergießen zu vermeiden

gaza115. Mai 2018 – Nach Berichten am Montag über dutzende getötete Palästinenser, die an der Grenze des Gazastreifens demonstriert hatten, hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Seiten des israelisch-palästinensischen Konflikts zur Zurückhaltung aufgefordert.

„Der Generalsekretär ist zutiefst beunruhigt über die Gewalteskalation in den besetzten palästinensischen Gebieten und über die hohe Zahl an Palästinensern, die bei den Gaza-Protesten getötet und verletzt wurden", sagte der stellvertretende UN-Sprecher Farhan Haq in einem Statement.

„Die israelischen Sicherheitskräfte müssen im Einsatz höchste Zurückhaltung üben die Hamas und die Anführer der Demonstrationen haben die Verantwortung, sämtliche gewaltsame Aktionen und Provokationen zu verhindern", hieß es in der Erklärung.

Medienberichten zufolge wurden mehr als 50 Palästinenser in Gaza – der von Israel besetzten palästinensischen Enklave – getötet und mehr als 2.000 verletzt, als die israelische Armee scharfe Munition und Tränengas gegen Demonstranten einsetzte, die sich am Grenzzaun zu Israel versammelt hatten.

Am Montag protestierten viele Palästinenser gegen den offiziellen Umzug der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Das UN Committee on the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People (CEIRPP) erkennt Israels Anspruch auf ganz Jerusalem als Hauptstadt nicht an.

Außerdem ist das UN-Komitee der Auffassung, dass der Status Jerusalems durch Verhandlungen geklärt werden muss, die den politischen und religiösen Anliegen aller Seiten Rechnung tragen. „Angesichts der hohen Spannungen und weiterer erwarteten Demonstrationen in den kommenden Tagen ist es unbedingt notwendig, dass alle größte Zurückhaltung zeigen, um weiteren Verlust von Menschenleben zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Zivilisten, insbesondere Kinder, nicht in Gefahr geraten", sagte der stellvertretende Sprecher.

UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag der Pressefreiheit, 3. Mai 2018

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