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Kampf gegen Vorwürfe sexueller Übergriffe bleibt oberste Priorität der UN; 54 neue Beschuldigungen bekannt

image1170x530cropped 22. Mai 2018 - Am Dienstag teilten die Vereinten Nationen mit, mehr als 50 Beschuldigungen der sexuellen Ausbeutung und Missbrauch, die Mitarbeiter der UN und ihrer Partner verwickeln, in den ersten drei Monaten des Jahres erhalten zu haben.

Bisher wurden noch nicht alle Vorwürfe verifiziert, viele davon werden erst geprüft. 

Die Fälle betreffen 66 Opfer, darunter 13 Mädchen unter 18 Jahren und 16 Opfer unbekannten Alters. Stellvertretender UN-Sprecher, Farhan Haq,  informierte Journalisten über den aktuellen Stand. Insgesamt seien 54 Vorwürfe zwischen 1. Januar und 31. März 2018 bekannt geworden, sagte er. 

Zwei der Vorwürfe seien durch Untersuchungen bestätigt worden, im Gegensatz zu zwei weiteren, die sich nicht bestätigt haben. Laut Haq beschäftigen die UN über 95.000 ziviles Personal und 90.000 uniformiertes Personal. Fälle sexueller Ausbeutung und Missbrauchs würden nicht das mehrheitliche Verhalten widerspiegeln.

„Aber jeder Vorwurf, in den unser Personal verwickelt ist, untergräbt unsere Werte und Prinzipien sowie die Aufopferung derer, die mit Stolz und Professionalität an einigen der gefährlichsten Orte weltweit im Einsatz sind“, sagte er Journalisten am UN-Hauptsitz in New York.

„Aus diesem Grund bleibt der Kampf gegen dieses Übel und die Hilfe und Unterstützung derer, die durch diese ungeheuerlichen Taten zu Schaden kamen, weiterhin eine der höchsten Prioritäten des UN-Generalsekretärs in 2018.“

UN-Generalsekretär António Guterres steht entschieden hinter einer Null-Toleranz-Politik zur Bekämpfung sexueller Ausbeutung und Gewalt. 

Seine Initiativen zur Prävention und Reaktion beinhalten die Ernennung eines Victims’ Rights Advocate und die Etablierung eines Circle of Leadership, dem nur Regierungschefs der UN-Mitgliedstaaten beitreten können, um damit ihr persönliches Engagement und ihre Solidarität mit Opfern sexueller Gewalt zu demonstrieren. 

UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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