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UN setzen Drohnen gegen Zika-Virus und andere tödliche Krankheiten ein

Drohnen im Einsatz gegen Insekten20. April 2018 – Den Vereinten Nationen zufolge könnte Robotik in naher Zukunft ein wesentlicher Verbündeter im Kampf gegen krankheitsverbreitende Insekten sein. Nach einem erfolgreichen Test, bei dem Moskitos durch Drohnen freigesetzt wurden, zeigten sich die Verantwortlichen optimistisch. Die Tests sind Teil der Bemühungen gegen Insekten vorzugehen, die für die Verbreitung von Zika und anderen Krankheiten verantwortlich sind.
Die Drohnentechnologie überwinde einen kritischen Engpass bei der Anwendung der Sterilen-Insekten-Technik (SIT), sagte die Internationale Atomenergie-Organisation der UN (IAEA), die gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der NGO WeRobotics das System entwickelt hat.
„Der Einsatz von Drohnen ist ein Durchbruch und ebnet den Weg für groß angelegte und kosteneffiziente Freisetzungen von sterilen Insekten, auch über dicht besiedeltem Gebiet", sagte Jeremy Bouyer, medizinischer Entomologe bei der Abteilung Nukleartechnik für Nahrung und Landwirtschaft des gemeinsamen Programmes der FAO und der IAEA.
SIT – eine Art Geburtenkontrolle für Insekten – verwendet Strahlung, um männliche Moskitos zu sterilisieren. Diese werden dann freigesetzt, um sich mit weiblichen Moskitos zu paaren. Da diese aufgrund der Strahlung keine Nachkommen zeugen können, nimmt die Insektenpopulation ab.
Damit die SIT-Technik effektiv durchgeführt werden kann, benötigt man eine gleichmäßige Freisetzung einer Vielzahl von Insekten unter guten Bedingungen über einem bestimmten Gebiet.
Die Drohnentechnik ist in diesem Fall um ein Vielfaches effektiver und kostengünstiger – fast halb so teuer – gegenüber den bisherigen zeitaufwändigen und arbeitsintensiven Verfahren.
„Mit den Drohnen können wir 20 Hektar in fünf Minuten behandeln“, so Bouyer.
Die Tests wurden während des letzten Monats in Brasilien durchgeführt. Das Land war im Zeitraum von 2015 bis 2016 stark von der Zika-Epidemie betroffen. Die Epidemie hatte auch Gebiete in Nord- und Südamerika sowie zahlreiche Pazifikinseln und Südostasien getroffen.

LINK: https://bit.ly/2vwaY9p

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