Donnerstag, 19 Juli 2018
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UNHCR: Trotz rückläufiger Flüchtlingszahlen sind Migranten in Europa mit zunehmenden Gefahren konfrontiert

Zahl der Flüchtenden sink, Gefahren nehmen zu 12. April. 2018 - Während die Anzahl in Europa ankommender Migranten und Flüchtlinge im letzten Jahr rückläufig war, waren sie auf ihrem Weg einer steigenden Zahl von Gefahren ausgesetzt, laut eines neuen Berichts des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR).
Die Anzahl der Menschen, die das Mittelmeer überqueren, um von Libyen nach Italien zu gelangen, ist beispielsweise in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74% gesunken. Dem Bericht ‚Desperate Journeys‘ zufolge, hat sich jedoch der Anteil der Migranten, die auf diesem Weg ums Leben kamen, mehr als verdoppelt.
Zwischen Januar und März 2018 starb einer von vierzehn Migranten bei der Überquerung des Mittelmeers. Im Vergleich dazu kam während der ersten drei Monate in 2017 einer von 29 Flüchtenden ums Leben.
Asylsuchende, die über den Seeweg nach Griechenland gelangen, sind mit längeren Aufenthalten in katastrophalen Zuständen konfrontiert, berichtet das Flüchtlinsghilfswerk in dem neuen Bericht.
Dem Bericht zufolge sind die Menschen auf ihrem Weg mit zunehmenden Restriktionen und Hindernissen konfrontiert, sodass sie auf alternative und oft gefährliche Routen ausweichen müssen, um Europa zu durchqueren. Da beispielsweise Ungarn seine Außengrenzen verstärkt, nehmen zahlreiche Flüchtlinge den Weg über Serbien und Rumänien, während wieder andere von Griechenland über Albanien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina nach Kroatien gelangen.
Das Flüchtlingshilfswerk fordert aus diesem Grund einen besseren Zugang zu sicheren und legalen “Flüchtlingsrouten“ für diejenigen, die internationalen Schutz benötigen. Außerdem fordert UNHCR ein stärkeres Engagement zur Umsiedlungen von Geflüchteten, eine Beseitigung der Hürden zur Familienzusammenführung sowie eine Verbesserung des Schutzes von Kindern.

LINK: https://bit.ly/2HfKL3H

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