Donnerstag, 19 Juli 2018
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Die Vereinten Nationen bekräftigen ihre Forderung nach einer politischen Lösung im Jemen-Konflikt, der sich diese Woche zum dritten Mal jährt

Krieg und Zerstörung im Jemen dauern an27. März 2018 - Drei Jahre nachdem die saudi-arabisch geführte Koalition im Jemen intervenierte und nur Stunden nachdem Berichten zufolge die Houthi-Rebellen Raketen auf Städte in Saudi-Arabien feuerten, sagte UN-Generalsekretär António Guterres, dass die Eskalation der Gewalt keine Lösung sei und forderte alle Parteien zur Zurückhaltung auf.
Der UN-Generalsekretär betone, dass eine politische Lösung nur durch einen inklusiven Dialog mit den innerstaatlichen jemenitischen Akteuren erzielt werden könne, so Farhan Haq, stellvertretender Sprecher der Vereinten Nationen.
Um eine politische Lösung für den andauernden kriegerischen Konflikt zu finden, haben die UN einen Unterhändler in die Region entsendet, der sich mit den kriegsführenden Parteien treffen wird.
Die Kämpfe dauern seit drei Jahren an und haben zu einer humanitären Krise im Land geführt, die sich stetig verschlimmert. Der Konflikt hat Schätzungen zufolge 22,2 Millionen Menschen von humanitären Hilfslieferungen abhängig gemacht.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hatte am Montag berichtet, dass während des Krieges tausende Kinder getötet und schwer verletzt wurden. Über 2500 Schulen wurden durch den Krieg teilweise zerstört und dienen zurzeit als Auffanglager für Vertriebene.
Neben der eskalierenden Gewalt sind die Menschen im Jemen durch sich ausbreitende Krankheiten bedroht. 2017 sind hunderte Kinder an Cholera und Diphterie gestorben.
Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition war am 26. März 2015 in den innerstaatlichen Konflikt interveniert, nachdem sich der jemenitische Präsident Abd Rabbuh Mansour Hadi an sie gewandt hatte, um seine Rückkehr in die von Houthi-Rebellen besetzte Hauptstadt Sanaa zu ermöglichen.

UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Nelson-Mandela-Tag, 18. Juli 2018

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