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Report beleuchtet Fortschritte der UN im Kampf gegen sexuelle Ausbeutung und Missbrauch

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14. März 2018 - Die Zahl der Missbrauchsvorwürfe gegen Mitarbeiter der UN ist von 165 im Jahr 2016 auf 138 im letzten Jahr gefallen, wie ein Bericht des UN-Generalsekretärs offenlegt.

„Der Bericht bekräftigt die klare Botschaft des UN-Generalsekretärs, dass niemand, der für die Vereinten Nationen arbeitet, mit sexueller Ausbeutung und Missbrauch in Verbindung gebracht werden darf“, so die UN-Sonderkoordinatorin für die Verbesserung des Umgangs der Vereinten Nationen mit sexueller Ausbeutung und Missbrauch, Jane Holl Lute, auf einer Pressekonferenz in New York.

In 62 Fällen wurden Vorwürfe gegen Personal von Friedensmissionen und anderen politischen Missionen erhoben, 2016 gab es noch 104 Missbrauchsvorwürfe in diesem Bereich.

Gleichzeitig sei die Zahl der Vorwürfe in anderen UN-Institutionen gestiegen: von 42 auf 75.

Allerdings seien Mitarbeiter von Truppen, die den UN nicht direkt unterstehen, erheblich seltener des sexuellen Missbrauchs bezichtigt worden: Von 18 Fällen im Jahr 2016 sank deren Zahl auf einen im Jahr 2017.

Lute erinnerte an die vom UN-Generalsekretär im letzten Jahr getroffenen Maßnahmen für Vorbeugung und Umgang mit Ausbeutung und Missbrauch im gesamten UN-System.

Neben der Einberufung eines Anwalts für die Rechte von Opfern wurden auch Maßnahmen getroffen, die einen besseren Dialog ermöglichen sollen.

„Indem er die Straffreiheit aufgehoben hat, hat der UN-Generalsekretär den Zwang zur Berichterstattung verstärkt,“ sagte Lute weiter.

„Wir kooperieren mit Mitgliedstaaten bei den Ermittlungen. Wir haben die Mitgliedsstaaten dazu ermutigt, nationale Untersuchungsbeamte zu beauftragen und unterstützen deren Ausbildung.“

Die Einzahlungen in den von den UN eingerichteten Treuhandfonds für Opfer haben sich verdreifacht. Der im März 2016 eingerichtete Fonds umfasste im Dezember 2017 bereits 1,89 Millionen Dollar.

Zusätzlich seien Zuschüsse für Projekte, Dienstleistungen und Ausbildung in der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und Liberia bereitgestellt worden.

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