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UN-Generalsekretär Guterres: Der seit acht Jahren andauernde Krieg in Syrien hat das Land ausbluten lassen

Zerstörte Gebäude in der syrischen Stadt Duma, Ost-Ghouta13. März 2018 - Trotz der Resolution des UN-Sicherheitsrates, in der eine 30-tägige Waffenruhe in Syrien gefordert worden war, gehen die Luftangriffe und Bodenoffensiven in Ost-Ghouta unvermindert weiter, so UN-Generalsekretär António Guterres am Montag. Der Krieg, der seit acht Jahren andauert, sei von äußerster Brutalität gekennzeichnet, so Guterres weiter.
 
Neben einer 30-tägigen Waffenruhe wurde in der einstimmig verabschiedeten Resolution des UN-Sicherheitsrates der freie Zugang von Hilfslieferungen in die eingeschlossenen Gebiete gefordert. Auch sollte der Schutz von Zivilisten und Infrastruktur gewährleistet und die Blockade Ost-Ghoutas aufgehoben werden, um Verwundete aus dem Gebiet evakuieren zu können.
 
Dennoch sei keine der in der Resolution verabschiedeten Maßnahmen implementiert worden, sagte Guterres. Weder sei ein freier Zugang zu den Notleidenden möglich, noch sei die Blockade Ost-Ghoutas aufgehoben worden.
 
Nach Angaben der Vereinten Nationen ist der Konflikt ursächlich für mehr als 5,6 Millionen Flüchtende und 6,1 Millionen Binnenvertriebene. Mehr als 13 Millionen Menschen im Land sind von humanitärer Hilfe abhängig, darunter knapp sechs Millionen Kinder.
 
2017 seien darüber hinaus mehr Kinder während des Krieges getötet worden als je zuvor.
 
Am Donnerstag jährt sich der syrische Krieg zum achten Mal. Dennoch lehne er es ab die Hoffnung aufzugeben, dass Syrien aus den Trümmern wieder auferstehen werde, so Guterres abschließend.

UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag der Friedenssicherungskräfte, 29. Mai 2018

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