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Hilfskonvoi für Ost-Ghouta soll am Montag eintreffen

46 mit Nahrungsmitteln und medizinischen Hilfsgütern beladene Fahrzeuge auf dem Weg nach Ost-Ghouta5. März 2018 – Die Vereinten Nationen und ihre Partner planen diese Woche die dringend benötigten Hilfslieferungen in die durch die vom syrischen Regime belagerte Enklave Ost-Ghouta zu liefern, berichtet das Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) am Sonntag.

Ein Konvoi von 46 Lastwagen mit medizinischer Ausrüstung und Nahrungsmitteln für 27.500 Menschen soll laut OCHA am Montag in der syrischen Stadt Duma eintreffen.

„Wir hoffen, dass der Konvoi planmäßig durchkommt und weitere Konvois folgen werden. Unser Team vor Ort ist bereit, alles Notwendige zu tun, um dies zu ermöglichen“, sagte Ali Al-Za’tari, UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in Syrien.

Nahezu 400.000 Menschen sind in der Region Ost-Ghouta eingeschlossen, welche von UN-Generalsektretär António Guterres als „Hölle auf Erden“ bezeichnet worden ist.

Zusätzlich zu anderen Maßnahmen, einschließlich der Aufhebung der Belagerung Ost-Ghoutas, wurde am 24. Februar eine Resolution des UN-Sicherheitsrats für eine 30-tägige Waffenruhe in Syrien einstimmig verabschiedet.

Dennoch wies der Regionalkoordinator für die syrische Krise, Panos Moumitz, der seinen Sitz in Jordanien hat, darauf hin, dass eine Woche nach Verabschiedung der Resolution noch kein Ende der Feindseligkeiten erkennbar sei. Ganz im Gegenteil sei eine weitere Eskalation der Gewalt in manchen Gebieten des Landes auszumachen.

„Anstelle der dringend benötigten Atempause stellen wir weitere Kämpfe mit weiteren Toten fest. Auch erhalten wir beunruhigende Nachrichten über die Verpflegungslage und die Bombardierung von Krankenhäusern. Diese kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung ist schlicht inakzeptabel“, sagte er in einem am Sonntag veröffentlichten Statement.

„Die UN und ihre humanitären Partner sind bereit, den 13,1 Millionen Menschen in Syrien zu helfen, können dies jedoch nicht alleine tun. Wir können dies sicherlich nicht tun, während die Kämpfe andauern.“

OCHA berichtet, dass die UN und ihre Partner eine Genehmigung erhalten haben, Hilfsgüter für die 70.000 Notleidenden nach Duma zu liefern.

Laut einer Pressemitteilung des UN-Büros wurde der UN zugesichert, dass die verbleibenden Hilfsgüter für Notleidende am 8. März ausgeliefert werden.

Bislang ist lediglich ein Hilfskonvoi mit einer Lieferung für 7.200 Personen am 14. Februar in dem Dorf Nashabiyah eingetroffen.

Inzwischen hat die UN alle Konfliktparteien dazu aufgefordert, den Notleidenden einen bedingungslosen, ungehinderten und nachhaltigen Zugang zu humanitären Hilfsgütern im gesamten Land zu ermöglichen.

Der syrische Konflikt begann im März 2011 und hat sich zu einer der schlimmsten humanitären Krisen unserer Zeit ausgeweitet.

Ungeachtet der permanenten Gewalt versorgt die UN weiter monatlich Millionen von Notleidenden mit lebensrettender Unterstützung.

Die UN trauern um Kofi Annan, 18. August 2018

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