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UN-Generalsekretär fordert vor Wirtschafts- und Sozialrat Reformen für ein einsatzfähiges UN-Entwicklungssystem

UN-Generalsekretär António Guterres fordert vor der operativen Versammlung des ECOSOC Reformen28. Februar 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres warnte am Dienstag in seiner Eröffnungsrede zum diesjährigen operativen Treffen des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) vor ernsthaften Bedrohungen der Agenda 2030 und sagte, die UN, insbesondere ihr Entwicklungssystem, müssten reformiert werden, um diesen effektiv entgegenzuwirken.

Laut Guterres stecke die Welt derzeit berechtigterweise in einer Legitimations-, Zuversichts- und Vertrauenskrise. Und obwohl die Vorteile der Globalisierung inzwischen unumstritten seien, würden zu viele Menschen von diesen ausgeschlossen.

„Immer noch ist die Teilhabe und der Erfolg von Frauen auf dem Arbeitsmarkt sehr viel unwahrscheinlicher – und geschlechtsspezifische Unterschiede bleiben ein globales Problem. Die Jugendarbeitslosigkeit hat ein alarmierendes Niveau erreicht. Und Ungleichheiten sind himmelschreiend – so dass der Zusammenhalt der Gesellschaften brüchig wird“, mahnte er und wies darauf hin, dass „eine Handvoll Männer die Hälfte des Wohlstands der gesamten Menschheit besitzt“.

Guterres unterstrich, dass Ausgrenzung sich in Frustration, Entfremdung und Instabilität niederschlage. „Das zwingt uns dazu, alles in unserer Macht Stehende für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung zu tun – ein alleinstehendes Ziel, aber auch die beste Form der Prävention gegen alle Formen des Risikos“, betonte der UN-Generalsekretär. 

Ihm zufolge spielt die Agenda 2030 eine essentielle Rolle für die Wiederherstellung des Vertrauens in die Globalisierung. Das Ziel der Armutsbekämpfung erklärte er zur dringlichsten Priorität.

Guterres sieht die Nachhaltigkeitsziele als eine Bekundung der Vereinten Nationen zur Verbreitung universeller Würde und Chancengleichheit für alle auf einem gesunden Planeten. Nur indem Frauen gestärkt, junge Menschen einbezogen, Klimarisiken reduziert, faire Arbeitsplätze geschaffen und saubere Investitionen für inklusives Wachstum getätigt werden, könne man dieser Verpflichtung gerecht werden. 

„Wir sind dem Ziel, nachhaltige Entwicklung im Herzen der Organisation zu verankern und ein stärker auf den Menschen fokussiertes Entwicklungssystem zu konzipieren, in diesem Moment so nah wie nie zuvor,“ stellte er fest. 

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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