Mittwoch, 17 Oktober 2018
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Nach Geldkürzungen: Gesundheits- und Ausbildungsprogramme für palästinensische Flüchtlinge gefährdet

18Damascus UNRWA 2015 23961 . Januar 2018 – Mit der Entscheidung mehr als die Hälfte der Summe ihrer Investitionen für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) einzustellen, bedrohen die Vereinigten Staaten “einen der erfolgreichsten Entwicklungshilfe-Einsätze im Nahen Osten“, erklärte der Generalkommissar der UNRWA, Pierre Krähenbühl, in einer Stellungnahme am Mittwoch.
Die USA hatten angekündigt, ihre Unterstützung von 350 Millionen auf gerade mal 60 Millionen Dollar zu reduzieren. Dieser Einschnitt bedrohe die Arbeit des Programms in der gesamten Region, fügte Krähenbühl hinzu.
“Auf dem Spiel stehen der Zugang von 525,000 Jungen und Mädchen an 700 UNRWA Schulen und deren Zukunft. Auf dem Spiel stehen die Würde und die Sicherheit von Millionen palästinensischer Flüchtlinge, der Zugang zu ärztlicher Versorgung, unter anderem Geburtshilfe und weitere lebenswichtige Leistungen“.
Die Kürzungen erhöhen zudem das Risiko erneuter regionaler Destabilisierung und Radikalisierung. Der Generalkommissar forderte daher alle anderen Partner und Spender dazu auf, ihre Unterstützung fortzuführen und neue Spendegemeinschaften und Initiativen zu gründen, um die Effektivität des Programms weiterhin zu gewährleisten.
Die Arbeit der UNRWA sei unerlässlich für die Sicherheit in der Region, unterstrich auch UN-Generalsekretär António Gutteres: „Wenn die UNRWA die Kapazität verliere, für die lebenswichtigen Leistungen und Nothilfebeiträge aufzukommen, wäre das ein sehr ernstes Problem. Und wir werden alles tun, um eine solche Situation zu verhindern.“

UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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