Sonntag, 22 April 2018
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Jemen: Über 100 Zivilisten durch Luftangriffe getötet

48586129.12.2017 - Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen 109 Zivilisten getötet worden. UN-Koordinator Jamie McGoldrick sprach von einem "sinnlosen und absurden Krieg". Unter Berufung auf das UN-Menschenrechtsbüro verwies McGoldrick darauf, dass bei einem Angriff auf einen Markt in Al-Hajma am Dienstag 54 Menschen getötet und 32 verletzt worden seien. Acht der Toten und sechs der Verletzten seien Kinder. Am selben Tag seien beim Angriff auf einen Bauernhof im Bezirk Attohajta 14 Menschen ums Leben gekommen. An weiteren Orten starben den UN-Informationen zufolge bei Luftangriffen 41 Zivilisten. “Diese Zwischenfälle zeigen, dass alle Kriegsparteien einschließlich Saudi-Arabiens weiterhin Menschenleben völlig missachten”, erklärte der UN-Koordinator. “Es zeigt sich, dass dieser absurde Krieg nur zur Zerstörung des Landes führt und den Menschen unvergleichliches Leid bringt.” McGoldrick wies darauf hin, dass nach dem Völkerrecht die Kriegsparteien Zivilisten verschonen müssten. Die Jemeniten erleben nach UN-Angaben wegen des Krieges weltweit die schlimmste Krise: Rund acht Millionen Menschen hungern, eine Million leidet an Cholera. Die Wirtschaft des schon früher armen Landes ist zusammengebrochen.

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