Mittwoch, 20 November 2019
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Fast 900.000 mutmaßliche Cholera-Fälle im Jemen

3. November 20Lowcock Yemen cholera17 - Der kriegszerrüttete Jemen hat derzeit mit der am schnellsten wachsenden Cholera-Epidemie zu kämpfen. Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) hat am 1. November knapp 900.000 Verdachtsfälle registriert, darunter viele Kinder. Insgesamt gab es seit dem 27. April fast 2.200 Todesfälle.

OCHA warnt davor, dass der Jemen vor dem größten Nahrungsnotstand der Welt stünde. Nach mehr als zwei Kriegsjahren benötigten fast 21 Millionen Menschen dringend Hilfe, von denen sieben Millionen unter schwerer Hungersnot leiden.



„Die humanitäre Antwort auf die schlimmste Hungerkrise der Welt und den schlimmsten Cholera-Ausbruch muss mit allen Mitteln ausgestattet werden", sagte UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock, während seiner jüngsten Mission im Jemen. „Der humanitäre Aktionsplan der Vereinten Nationen wird bis jetzt nur zu 56 Prozent finanziert. Ich weiß, dass wir mehr können."

Vor diesem Hintergrund forderte er die Geberländer auf, ihre Unterstützung für den Aktionsplan zu verstärken, um damit wirksam gegen die schwere Krise im Land vorzugehen.

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